Cartesianische Meditationen: Mit Pariser Vorträge

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Bol In den Cartesianischen Meditationen entfaltet Edmund Husserl die reife Gestalt seiner transzendentalen Phänomenologie. Ausgehend von Descartes' Zweifel und der Suche nach unerschütterlicher Gewissheit führt der Text zur phänomenologischen Reduktion, zur Analyse des ego cogito und zur Konstitution von Welt, Zeit, Leiblichkeit und Intersubjektivität. Der Stil ist streng argumentativ, zugleich programmatisch: Husserl schreibt nicht als Systemerzähler, sondern als Denker, der den Leser in eine Methode des Sehens einübt. Im Kontext der Philosophie des 20. Jahrhunderts markieren diese Vorlesungen einen zentralen Übergang von der Bewusstseinsanalyse zur Frage nach objektiver Geltung. Husserl, 1859 geboren, mathematisch geschult und von Brentanos Intentionalitätslehre geprägt, suchte lebenslang nach einer Philosophie als strenger Wissenschaft. Seine Auseinandersetzung mit Logik, Erkenntnistheorie und der Krise europäischer Rationalität bildet den Hintergrund dieses Werkes. Die Pariser Vorträge von 1929, aus denen das Buch hervorging, zeigen einen Denker, der Descartes erneuert, aber dessen Subjektivismus durch die Analyse intersubjektiver Sinnbildung überschreitet. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die Grundlagen moderner Phänomenologie verstehen wollen. Es verlangt Konzentration, belohnt aber mit außergewöhnlicher begrifflicher Klarheit und einem radikalen Blick auf Erfahrung, Welt und Selbstbewusstsein.

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In den Cartesianischen Meditationen entfaltet Edmund Husserl die reife Gestalt seiner transzendentalen Phänomenologie. Ausgehend von Descartes' Zweifel und der Suche nach unerschütterlicher Gewissheit führt der Text zur phänomenologischen Reduktion, zur Analyse des ego cogito und zur Konstitution von Welt, Zeit, Leiblichkeit und Intersubjektivität. Der Stil ist streng argumentativ, zugleich programmatisch: Husserl schreibt nicht als Systemerzähler, sondern als Denker, der den Leser in eine Methode des Sehens einübt. Im Kontext der Philosophie des 20. Jahrhunderts markieren diese Vorlesungen einen zentralen Übergang von der Bewusstseinsanalyse zur Frage nach objektiver Geltung. Husserl, 1859 geboren, mathematisch geschult und von Brentanos Intentionalitätslehre geprägt, suchte lebenslang nach einer Philosophie als strenger Wissenschaft. Seine Auseinandersetzung mit Logik, Erkenntnistheorie und der Krise europäischer Rationalität bildet den Hintergrund dieses Werkes. Die Pariser Vorträge von 1929, aus denen das Buch hervorging, zeigen einen Denker, der Descartes erneuert, aber dessen Subjektivismus durch die Analyse intersubjektiver Sinnbildung überschreitet. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die Grundlagen moderner Phänomenologie verstehen wollen. Es verlangt Konzentration, belohnt aber mit außergewöhnlicher begrifflicher Klarheit und einem radikalen Blick auf Erfahrung, Welt und Selbstbewusstsein.


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  • 9788028349769
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