Cécile
Uitgelicht
|
10,50 |
Naar shop
|
|
10,50 |
Naar shop
|
|
22,40 |
Naar shop
|
Beschrijving
Bol
Theodor Fontanes Cécile entfaltet als psychologisch fein gearbeiteter Gesellschaftsroman die Geschichte einer jungen Frau, deren Vergangenheit sie in der Gegenwart unentrinnbar einholt. Vor der Kulisse des Harzes begegnen Cécile von St. Arnaud, ihr älterer Gatte und der Weltmann Gordon einander in Gesprächen, Blicken und Andeutungen, aus denen Fontane ein dichtes Netz sozialer Beobachtung knüpft. Sein realistischer Stil verbindet leise Ironie, dialogische Eleganz und moralische Zurückhaltung; im Kontext des bürgerlich-aristokratischen Romans des 19. Jahrhunderts untersucht das Werk Ehre, Begehren, Urteil und gesellschaftliche Ächtung. Fontane, 1819 geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter und erst spät einer der bedeutendsten deutschen Romanciers. Seine genaue Kenntnis preußischer Milieus, militärischer Ehrbegriffe und mondäner Konversation prägt Cécile sichtbar. Wie in vielen seiner Frauenfiguren interessiert ihn weniger Schuld im juristischen Sinn als die zerstörerische Macht gesellschaftlicher Zuschreibungen, denen besonders Frauen ausgeliefert sind. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die hinter scheinbar ruhigen Szenen existentielle Konflikte entdecken möchten. Cécile ist kein lautes Drama, sondern eine präzise Studie über Diskretion, Verdacht und tragische Konsequenz. Wer Fontanes Kunst der Andeutung schätzt, findet hier einen seiner subtilsten Romane.
Theodor Fontanes Cécile entfaltet als psychologisch fein gearbeiteter Gesellschaftsroman die Geschichte einer jungen Frau, deren Vergangenheit sie in der Gegenwart unentrinnbar einholt. Vor der Kulisse des Harzes begegnen Cécile von St. Arnaud, ihr älterer Gatte und der Weltmann Gordon einander in Gesprächen, Blicken und Andeutungen, aus denen Fontane ein dichtes Netz sozialer Beobachtung knüpft. Sein realistischer Stil verbindet leise Ironie, dialogische Eleganz und moralische Zurückhaltung; im Kontext des bürgerlich-aristokratischen Romans des 19. Jahrhunderts untersucht das Werk Ehre, Begehren, Urteil und gesellschaftliche Ächtung. Fontane, 1819 geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter und erst spät einer der bedeutendsten deutschen Romanciers. Seine genaue Kenntnis preußischer Milieus, militärischer Ehrbegriffe und mondäner Konversation prägt Cécile sichtbar. Wie in vielen seiner Frauenfiguren interessiert ihn weniger Schuld im juristischen Sinn als die zerstörerische Macht gesellschaftlicher Zuschreibungen, denen besonders Frauen ausgeliefert sind. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die hinter scheinbar ruhigen Szenen existentielle Konflikte entdecken möchten. Cécile ist kein lautes Drama, sondern eine präzise Studie über Diskretion, Verdacht und tragische Konsequenz. Wer Fontanes Kunst der Andeutung schätzt, findet hier einen seiner subtilsten Romane.