Der Moloch
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Jakob Wassermanns Der Moloch entfaltet das Bild einer Gesellschaft, in der der Einzelne von anonymen Mächten verschlungen wird: Geld, Ehrgeiz, sozialer Druck und die Verführungen der modernen Großstadt erscheinen als Opfergott, dem Menschen ihre Integrität darbringen. Der Roman verbindet psychologische Analyse mit sozialkritischer Beobachtung und steht literarisch zwischen spätem Naturalismus, fin de siècle und dem moralischen Realismus der Jahrhundertwende. Wassermanns Prosa ist eindringlich, bildhaft und von einer dramatischen Spannung getragen, die innere Schuld und äußere Verstrickung unauflöslich miteinander verschränkt. Jakob Wassermann, 1873 in Fürth geboren und als deutsch-jüdischer Schriftsteller zeitlebens mit Fragen von Zugehörigkeit, Gerechtigkeit und Ausgrenzung befasst, fand in solchen Stoffen ein zentrales Ausdrucksfeld. Seine eigene Erfahrung gesellschaftlicher Ambivalenz, sein Interesse an Recht und Unrecht sowie seine Sensibilität für seelische Konflikte prägen auch Der Moloch. Das Buch gehört zu jener frühen Werkphase, in der Wassermann die moralischen Krankheiten der modernen bürgerlichen Welt mit besonderer Schärfe untersuchte. Empfohlen sei Der Moloch Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Handlung, sondern als Diagnose historischer und psychischer Zustände begreifen. Der Roman belohnt Aufmerksamkeit durch seine dichte Atmosphäre, seine ethische Dringlichkeit und seine bis heute aktuelle Frage, was der Mensch verliert, wenn er sich den Götzen seiner Zeit unterwirft.
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Jakob Wassermanns Der Moloch entfaltet das Bild einer Gesellschaft, in der der Einzelne von anonymen Mächten verschlungen wird: Geld, Ehrgeiz, sozialer Druck und die Verführungen der modernen Großstadt erscheinen als Opfergott, dem Menschen ihre Integrität darbringen. Der Roman verbindet psychologische Analyse mit sozialkritischer Beobachtung und steht literarisch zwischen spätem Naturalismus, fin de siècle und dem moralischen Realismus der Jahrhundertwende. Wassermanns Prosa ist eindringlich, bildhaft und von einer dramatischen Spannung getragen, die innere Schuld und äußere Verstrickung unauflöslich miteinander verschränkt. Jakob Wassermann, 1873 in Fürth geboren und als deutsch-jüdischer Schriftsteller zeitlebens mit Fragen von Zugehörigkeit, Gerechtigkeit und Ausgrenzung befasst, fand in solchen Stoffen ein zentrales Ausdrucksfeld. Seine eigene Erfahrung gesellschaftlicher Ambivalenz, sein Interesse an Recht und Unrecht sowie seine Sensibilität für seelische Konflikte prägen auch Der Moloch. Das Buch gehört zu jener frühen Werkphase, in der Wassermann die moralischen Krankheiten der modernen bürgerlichen Welt mit besonderer Schärfe untersuchte. Empfohlen sei Der Moloch Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Handlung, sondern als Diagnose historischer und psychischer Zustände begreifen. Der Roman belohnt Aufmerksamkeit durch seine dichte Atmosphäre, seine ethische Dringlichkeit und seine bis heute aktuelle Frage, was der Mensch verliert, wenn er sich den Götzen seiner Zeit unterwirft.
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