Die Herrin und ihr Knecht

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Bol Georg Engels "Die Herrin und ihr Knecht" entfaltet aus der titelgebenden Konstellation ein dichtes Spiel von Abhängigkeit, Standesbewusstsein und verborgener Leidenschaft. Im Zentrum steht weniger ein bloßer Konflikt zwischen Oben und Unten als die psychologische Vermessung eines Verhältnisses, in dem Macht, Pflicht und Begehren einander durchdringen. Engels Stil verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit gesellschaftlicher Beobachtung; im literarischen Kontext der wilhelminischen Epoche erscheint der Roman als Beitrag zur realistischen Sitten- und Charakterstudie. Georg Engel, 1866 in Greifswald geboren und später als Schriftsteller, Dramatiker und Feuilletonist in Berlin tätig, kannte die Spannungen einer sich modernisierenden Gesellschaft aus nächster Nähe. Sein Werk ist häufig von Interesse an sozialen Rollen, bürgerlicher Moral und den verdeckten Triebkräften menschlichen Handelns geprägt. Gerade diese Erfahrung eines Autors zwischen Provinz, Metropole und Theaterwelt dürfte die sensible Gestaltung der hier verhandelten Herrschafts- und Dienstbeziehungen begünstigt haben. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die psychologisch grundierte Gesellschaftsprosa schätzen und hinter einer scheinbar einfachen Beziehung eine vielschichtige Analyse sozialer Ordnung entdecken möchten. Engels Roman belohnt die aufmerksame Lektüre durch Nuancen, moralische Ambivalenz und historische Tiefenschärfe.

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Georg Engels "Die Herrin und ihr Knecht" entfaltet aus der titelgebenden Konstellation ein dichtes Spiel von Abhängigkeit, Standesbewusstsein und verborgener Leidenschaft. Im Zentrum steht weniger ein bloßer Konflikt zwischen Oben und Unten als die psychologische Vermessung eines Verhältnisses, in dem Macht, Pflicht und Begehren einander durchdringen. Engels Stil verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit gesellschaftlicher Beobachtung; im literarischen Kontext der wilhelminischen Epoche erscheint der Roman als Beitrag zur realistischen Sitten- und Charakterstudie. Georg Engel, 1866 in Greifswald geboren und später als Schriftsteller, Dramatiker und Feuilletonist in Berlin tätig, kannte die Spannungen einer sich modernisierenden Gesellschaft aus nächster Nähe. Sein Werk ist häufig von Interesse an sozialen Rollen, bürgerlicher Moral und den verdeckten Triebkräften menschlichen Handelns geprägt. Gerade diese Erfahrung eines Autors zwischen Provinz, Metropole und Theaterwelt dürfte die sensible Gestaltung der hier verhandelten Herrschafts- und Dienstbeziehungen begünstigt haben. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die psychologisch grundierte Gesellschaftsprosa schätzen und hinter einer scheinbar einfachen Beziehung eine vielschichtige Analyse sozialer Ordnung entdecken möchten. Engels Roman belohnt die aufmerksame Lektüre durch Nuancen, moralische Ambivalenz und historische Tiefenschärfe.


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  • 9788027369171
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