Eheglück
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Beschrijving
Bol
Bianca Bobertags Eheglück untersucht die vermeintliche Selbstverständlichkeit der bürgerlichen Ehe und macht aus dem privaten Haushalt einen Schauplatz sozialer Erkenntnis. Der Text verbindet psychologische Beobachtung, dialogische Zuspitzung und feine Ironie; sein literarischer Ort liegt in jener realistischen Erzähltradition, die häusliche Harmonie nicht als Naturzustand, sondern als Ergebnis von Macht, Konvention und Selbsttäuschung begreift. Hinter dem programmatischen Titel öffnet sich daher weniger ein idyllisches Versprechen als eine präzise Studie über Erwartungen, Rollenbilder und die fragile Ökonomie des Zusammenlebens. Bobertag erscheint hier als Autorin mit besonderem Gespür für die Spannungen zwischen gesellschaftlicher Norm und weiblicher Erfahrung. Ihr Interesse gilt nicht dem spektakulären Ereignis, sondern den leisen Verschiebungen des Alltags: Blicken, Gewohnheiten, unausgesprochenen Kränkungen. Gerade diese Aufmerksamkeit lässt vermuten, dass Eheglück aus einer kritischen Kenntnis der zeitgenössischen Lebensformen erwuchs. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die realistische Prosa als Erkenntnisinstrument schätzen. Es bietet keine bloße Moral, sondern eine kluge, bis heute anschlussfähige Befragung dessen, was Glück in intimen Bindungen bedeuten kann.
Bianca Bobertags Eheglück untersucht die vermeintliche Selbstverständlichkeit der bürgerlichen Ehe und macht aus dem privaten Haushalt einen Schauplatz sozialer Erkenntnis. Der Text verbindet psychologische Beobachtung, dialogische Zuspitzung und feine Ironie; sein literarischer Ort liegt in jener realistischen Erzähltradition, die häusliche Harmonie nicht als Naturzustand, sondern als Ergebnis von Macht, Konvention und Selbsttäuschung begreift. Hinter dem programmatischen Titel öffnet sich daher weniger ein idyllisches Versprechen als eine präzise Studie über Erwartungen, Rollenbilder und die fragile Ökonomie des Zusammenlebens. Bobertag erscheint hier als Autorin mit besonderem Gespür für die Spannungen zwischen gesellschaftlicher Norm und weiblicher Erfahrung. Ihr Interesse gilt nicht dem spektakulären Ereignis, sondern den leisen Verschiebungen des Alltags: Blicken, Gewohnheiten, unausgesprochenen Kränkungen. Gerade diese Aufmerksamkeit lässt vermuten, dass Eheglück aus einer kritischen Kenntnis der zeitgenössischen Lebensformen erwuchs. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die realistische Prosa als Erkenntnisinstrument schätzen. Es bietet keine bloße Moral, sondern eine kluge, bis heute anschlussfähige Befragung dessen, was Glück in intimen Bindungen bedeuten kann.
AmazonPagina's: 68, Paperback, Sharp Ink