Peter und Alexej: Historischer Roman
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Beschrijving
Bol
Peter und Alexej entfaltet den tragischen Konflikt zwischen Zar Peter dem Großen und seinem Sohn Alexej als dramatische Studie über Macht, Glauben und geschichtliche Modernisierung. Mereschkowski verbindet akribisch recherchierte Historie mit symbolistischer Verdichtung: Hofintrigen, Verhöre und familiäre Szenen werden zu Zeichen eines tieferen Kampfes zwischen alter Moskauer Frömmigkeit und westlich rationalisiertem Staatswillen. Als abschließender Teil seiner Trilogie Christus und Antichrist steht der Roman im Kontext der russischen Jahrhundertwende, wo Geschichte zur Bühne religiös-philosophischer Fragen wird. Dmitri Mereschkowski, Dichter, Kritiker und einer der Begründer des russischen Symbolismus, schrieb aus einer Epoche geistiger Erschütterung heraus. Seine Beschäftigung mit Christentum, Säkularisierung und autokratischer Gewalt erklärt die Schärfe, mit der er Peter weder bloß als Reformhelden noch als Tyrannen zeichnet. Die Gestalt Alexejs erlaubt ihm, Zweifel, Passivität und religiöse Sehnsucht gegen den Zwang geschichtlicher Tat zu setzen. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern historischer Romane, die mehr suchen als Kostüm und Chronik. Es bietet psychologische Spannung, politische Reflexion und eine eindringliche Deutung russischer Identität. Wer Tolstoi, Dostojewski oder die Ideengeschichte des Zarenreiches schätzt, wird hier ein anspruchsvolles, nachwirkendes Werk finden.
Peter und Alexej entfaltet den tragischen Konflikt zwischen Zar Peter dem Großen und seinem Sohn Alexej als dramatische Studie über Macht, Glauben und geschichtliche Modernisierung. Mereschkowski verbindet akribisch recherchierte Historie mit symbolistischer Verdichtung: Hofintrigen, Verhöre und familiäre Szenen werden zu Zeichen eines tieferen Kampfes zwischen alter Moskauer Frömmigkeit und westlich rationalisiertem Staatswillen. Als abschließender Teil seiner Trilogie Christus und Antichrist steht der Roman im Kontext der russischen Jahrhundertwende, wo Geschichte zur Bühne religiös-philosophischer Fragen wird. Dmitri Mereschkowski, Dichter, Kritiker und einer der Begründer des russischen Symbolismus, schrieb aus einer Epoche geistiger Erschütterung heraus. Seine Beschäftigung mit Christentum, Säkularisierung und autokratischer Gewalt erklärt die Schärfe, mit der er Peter weder bloß als Reformhelden noch als Tyrannen zeichnet. Die Gestalt Alexejs erlaubt ihm, Zweifel, Passivität und religiöse Sehnsucht gegen den Zwang geschichtlicher Tat zu setzen. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern historischer Romane, die mehr suchen als Kostüm und Chronik. Es bietet psychologische Spannung, politische Reflexion und eine eindringliche Deutung russischer Identität. Wer Tolstoi, Dostojewski oder die Ideengeschichte des Zarenreiches schätzt, wird hier ein anspruchsvolles, nachwirkendes Werk finden.