Ursula schwebt vorüber: Kriminalroman
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Beschrijving
Bol
Ursula schwebt vorüber entfaltet, dem schwebenden Titel entsprechend, die Geschichte einer Erscheinung: Ursula wird weniger als fest umrissene Heldin denn als Kristallisationspunkt von Erinnerung, Begehren und Verlust sichtbar. Harich verbindet psychologische Beobachtung mit einer fein nuancierten, oft impressionistisch wirkenden Prosa, in der Gesten, Stimmungen und Zwischenräume wichtiger werden als äußere Handlung. Literarisch steht das Buch im Nachklang der deutschen Romantik und zugleich nahe an der sensibilisierten Erzählkunst der frühen Moderne. Walter Harich, ein Autor mit ausgeprägtem literarhistorischem Bewusstsein, schrieb aus einer Nähe zu jenen Traditionen, die das Unheimliche, das Flüchtige und das Seelische ernst nehmen. Seine Beschäftigung mit deutscher Dichtung, insbesondere mit romantischen Denk- und Darstellungsformen, dürfte den Blick dieses Werkes geprägt haben: Nicht das Faktische allein zählt, sondern die Art, wie Vergangenheit im Bewusstsein fortlebt und eine Gestalt wie Ursula zur inneren Wirklichkeit wird. Empfohlen sei Ursula schwebt vorüber Lesern, die keine bloße Ereigniserzählung suchen, sondern ein kunstvoll komponiertes Prosastück über Wahrnehmung, Erinnerung und unerfüllte Nähe. Das Buch belohnt langsame Lektüre: In seiner leisen Bewegung, seiner atmosphärischen Genauigkeit und seiner melancholischen Eleganz eröffnet es einen eindringlichen Zugang zu einer heute zu wenig beachteten literarischen Stimme.
Ursula schwebt vorüber entfaltet, dem schwebenden Titel entsprechend, die Geschichte einer Erscheinung: Ursula wird weniger als fest umrissene Heldin denn als Kristallisationspunkt von Erinnerung, Begehren und Verlust sichtbar. Harich verbindet psychologische Beobachtung mit einer fein nuancierten, oft impressionistisch wirkenden Prosa, in der Gesten, Stimmungen und Zwischenräume wichtiger werden als äußere Handlung. Literarisch steht das Buch im Nachklang der deutschen Romantik und zugleich nahe an der sensibilisierten Erzählkunst der frühen Moderne. Walter Harich, ein Autor mit ausgeprägtem literarhistorischem Bewusstsein, schrieb aus einer Nähe zu jenen Traditionen, die das Unheimliche, das Flüchtige und das Seelische ernst nehmen. Seine Beschäftigung mit deutscher Dichtung, insbesondere mit romantischen Denk- und Darstellungsformen, dürfte den Blick dieses Werkes geprägt haben: Nicht das Faktische allein zählt, sondern die Art, wie Vergangenheit im Bewusstsein fortlebt und eine Gestalt wie Ursula zur inneren Wirklichkeit wird. Empfohlen sei Ursula schwebt vorüber Lesern, die keine bloße Ereigniserzählung suchen, sondern ein kunstvoll komponiertes Prosastück über Wahrnehmung, Erinnerung und unerfüllte Nähe. Das Buch belohnt langsame Lektüre: In seiner leisen Bewegung, seiner atmosphärischen Genauigkeit und seiner melancholischen Eleganz eröffnet es einen eindringlichen Zugang zu einer heute zu wenig beachteten literarischen Stimme.