Abnormitäten
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Beschrijving
Bol
Abnormitäten entfaltet, schon im programmatischen Titel, eine Untersuchung des Abweichenden: körperlich, seelisch, gesellschaftlich und ästhetisch. Der Text bewegt sich im Spannungsfeld von literarischer Skizze, kulturkritischer Beobachtung und gelehrter Kuriositätensammlung. Sein Stil ist pointiert, bisweilen ironisch, doch von einem ernsten Interesse an Grenzfiguren und Ausnahmezuständen getragen. Im literarischen Kontext steht das Buch nahe jenen Werken, die Normalität nicht voraussetzen, sondern als historische und sprachliche Konstruktion sichtbar machen. Signor Saltarino tritt mit einem Namen auf, der an Bühne, Maske und Schaustellung erinnert; gerade diese Selbstinszenierung passt zu einem Buch über das Ungewöhnliche. Der Autor scheint weniger moralisch zu urteilen als vielmehr Phänomene zu ordnen, zu befragen und in ihrer Wirkung auf Betrachter und Gesellschaft zu analysieren. Möglicherweise führte ihn die Nähe zu populären Darbietungsformen, Außenseitern und urbanen Sensationen zu dieser Beschäftigung mit den Rändern des Gewohnten. Empfohlen sei Abnormitäten allen Leserinnen und Lesern, die literarische Gelehrsamkeit mit kulturhistorischer Neugier verbinden. Das Buch fordert dazu auf, die Kategorien des Normalen zu überdenken, und bleibt gerade darin bemerkenswert aktuell.
Abnormitäten entfaltet, schon im programmatischen Titel, eine Untersuchung des Abweichenden: körperlich, seelisch, gesellschaftlich und ästhetisch. Der Text bewegt sich im Spannungsfeld von literarischer Skizze, kulturkritischer Beobachtung und gelehrter Kuriositätensammlung. Sein Stil ist pointiert, bisweilen ironisch, doch von einem ernsten Interesse an Grenzfiguren und Ausnahmezuständen getragen. Im literarischen Kontext steht das Buch nahe jenen Werken, die Normalität nicht voraussetzen, sondern als historische und sprachliche Konstruktion sichtbar machen. Signor Saltarino tritt mit einem Namen auf, der an Bühne, Maske und Schaustellung erinnert; gerade diese Selbstinszenierung passt zu einem Buch über das Ungewöhnliche. Der Autor scheint weniger moralisch zu urteilen als vielmehr Phänomene zu ordnen, zu befragen und in ihrer Wirkung auf Betrachter und Gesellschaft zu analysieren. Möglicherweise führte ihn die Nähe zu populären Darbietungsformen, Außenseitern und urbanen Sensationen zu dieser Beschäftigung mit den Rändern des Gewohnten. Empfohlen sei Abnormitäten allen Leserinnen und Lesern, die literarische Gelehrsamkeit mit kulturhistorischer Neugier verbinden. Das Buch fordert dazu auf, die Kategorien des Normalen zu überdenken, und bleibt gerade darin bemerkenswert aktuell.
AmazonPagina's: 164, Paperback, Sharp Ink