Alarm: Historischer Krimi
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Beschrijving
Bol
Alfred Schirokauers Alarm entfaltet einen Roman der gesteigerten Aufmerksamkeit: Schon der Titel bezeichnet nicht nur ein Ereignis, sondern einen Zustand moderner Nervosität. In präzisen, spannungsbewusst gesetzten Szenen verbindet Schirokauer Elemente des Gesellschafts-, Zeit- und Unterhaltungsromans mit der psychologischen Beobachtung einer Welt, in der private Entscheidungen plötzlich öffentliche Folgen annehmen. Sein Stil ist klar, dramatisch disponiert und von jener erzählerischen Ökonomie geprägt, die auch das Kino der Zwischenkriegszeit kennzeichnet. Schirokauer, 1880 geboren und als Jurist ausgebildet, gehörte zu den vielseitigen deutschsprachigen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts. Er schrieb Romane, historische Darstellungen und Drehbücher; diese Nähe zu Recht, Geschichte und Film schärfte seinen Blick für Konflikte, Schuldfragen und szenische Zuspitzung. Alarm lässt sich daher als Werk eines Autors lesen, der gesellschaftliche Erschütterungen nicht abstrakt, sondern in handelnden Figuren sichtbar macht. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die erzählerische Spannung mit kulturhistorischem Erkenntniswert verbinden möchten. Alarm bietet mehr als dramatische Unruhe: Es zeigt, wie Literatur auf Krisenzeiten reagiert und aus Bedrohung Form gewinnt.
Alfred Schirokauers Alarm entfaltet einen Roman der gesteigerten Aufmerksamkeit: Schon der Titel bezeichnet nicht nur ein Ereignis, sondern einen Zustand moderner Nervosität. In präzisen, spannungsbewusst gesetzten Szenen verbindet Schirokauer Elemente des Gesellschafts-, Zeit- und Unterhaltungsromans mit der psychologischen Beobachtung einer Welt, in der private Entscheidungen plötzlich öffentliche Folgen annehmen. Sein Stil ist klar, dramatisch disponiert und von jener erzählerischen Ökonomie geprägt, die auch das Kino der Zwischenkriegszeit kennzeichnet. Schirokauer, 1880 geboren und als Jurist ausgebildet, gehörte zu den vielseitigen deutschsprachigen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts. Er schrieb Romane, historische Darstellungen und Drehbücher; diese Nähe zu Recht, Geschichte und Film schärfte seinen Blick für Konflikte, Schuldfragen und szenische Zuspitzung. Alarm lässt sich daher als Werk eines Autors lesen, der gesellschaftliche Erschütterungen nicht abstrakt, sondern in handelnden Figuren sichtbar macht. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die erzählerische Spannung mit kulturhistorischem Erkenntniswert verbinden möchten. Alarm bietet mehr als dramatische Unruhe: Es zeigt, wie Literatur auf Krisenzeiten reagiert und aus Bedrohung Form gewinnt.