Der Wehrdienst ist für männliche Staatsbürger obligatorisch und stellt einen der wichtigsten Bestandteile der hegemonialen Männlichkeit in der Türkischen Republik dar. Die Wehrpflicht wird vom Staat genutzt, um die Identität der Bürger in der Gesellschaft zu konstruieren. Infolgedessen konstruiert er durch Militarismus eine hegemoniale Männlichkeit. Allerdings bringen das Militär oder Militarisierungsprozesse nicht nur ideale Bürger hervor, sondern auch Pazifisten, Rebellen oder Kriegsdienstverweigerer, was in direktem Zusammenhang mit der Wehrpflicht als modernem Konzept steht. Diese Studie vertritt die These, dass Kriegsdienstverweigerung - die Verweigerung der staatsbürgerlichen Pflicht - einen Widerstand gegen die hegemoniale Männlichkeit darstellt, die eng mit dem militaristischen Diskurs verbunden ist.
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