Amanda und Eduard
Uitgelicht
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Beschrijving
Bol
Mit Amanda und Eduard entwirft Sophie Mereau einen Roman der weiblichen Selbstprüfung, in dem Liebe, Ehe, Freundschaft und geistige Autonomie nicht als bloße Privatangelegenheiten, sondern als moralische und gesellschaftliche Konfliktfelder erscheinen. Die empfindsame Innenschau verbindet sich mit frühromantischer Reflexion: Briefe, Dialoge und erzählerische Kommentare machen seelische Bewegungen sichtbar und stellen zugleich die Normen bürgerlicher Geschlechterordnung zur Diskussion. Das Werk steht damit zwischen Spätaufklärung, Klassik und Jenaer Romantik. Sophie Mereau, 1770 geboren und 1806 gestorben, gehörte zu den bemerkenswertesten Autorinnen ihrer Generation. Im Umfeld Schillers und der Jenaer Frühromantik entwickelte sie eine eigenständige literarische Stimme, die ästhetische Bildung mit weiblicher Erfahrung verband. Ihre eigene Biographie, geprägt von publizistischer Arbeit, unkonventionellen Beziehungen, der Lösung aus einer Ehe und dem Anspruch auf geistige Selbstständigkeit, bildet einen aufschlussreichen Hintergrund für die Konflikte dieses Romans. Amanda und Eduard empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die deutsche Romantik jenseits kanonischer männlicher Namen entdecken möchten. Der Roman überzeugt durch psychologische Genauigkeit, gedankliche Kühnheit und historische Brisanz: Er zeigt, wie modern die Frage nach Freiheit in Liebe und Lebensform bereits um 1800 gestellt wurde.
Mit Amanda und Eduard entwirft Sophie Mereau einen Roman der weiblichen Selbstprüfung, in dem Liebe, Ehe, Freundschaft und geistige Autonomie nicht als bloße Privatangelegenheiten, sondern als moralische und gesellschaftliche Konfliktfelder erscheinen. Die empfindsame Innenschau verbindet sich mit frühromantischer Reflexion: Briefe, Dialoge und erzählerische Kommentare machen seelische Bewegungen sichtbar und stellen zugleich die Normen bürgerlicher Geschlechterordnung zur Diskussion. Das Werk steht damit zwischen Spätaufklärung, Klassik und Jenaer Romantik. Sophie Mereau, 1770 geboren und 1806 gestorben, gehörte zu den bemerkenswertesten Autorinnen ihrer Generation. Im Umfeld Schillers und der Jenaer Frühromantik entwickelte sie eine eigenständige literarische Stimme, die ästhetische Bildung mit weiblicher Erfahrung verband. Ihre eigene Biographie, geprägt von publizistischer Arbeit, unkonventionellen Beziehungen, der Lösung aus einer Ehe und dem Anspruch auf geistige Selbstständigkeit, bildet einen aufschlussreichen Hintergrund für die Konflikte dieses Romans. Amanda und Eduard empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die deutsche Romantik jenseits kanonischer männlicher Namen entdecken möchten. Der Roman überzeugt durch psychologische Genauigkeit, gedankliche Kühnheit und historische Brisanz: Er zeigt, wie modern die Frage nach Freiheit in Liebe und Lebensform bereits um 1800 gestellt wurde.