Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben
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Beschrijving
Bol
Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben, bekannt als der Fall des "kleinen Hans", ist eine der paradigmatischen Krankengeschichten der frühen Psychoanalyse. Freud untersucht die Angst des Kindes vor Pferden nicht als isoliertes Symptom, sondern als verdichteten Ausdruck unbewusster Wünsche, familiärer Bindungen und kindlicher Sexualtheorien. In präziser, argumentativer Prosa verbindet der Text Beobachtungsprotokoll, Deutung und theoretische Reflexion; literarisch steht er zwischen klinischem Bericht und hermeneutischer Fallnovelle, im Kontext der Ausarbeitung von Ödipuskomplex, Angstlehre und infantiler Sexualität. Sigmund Freud, Wiener Neurologe und Begründer der Psychoanalyse, schrieb diese Studie aus dem Bestreben heraus, seine Thesen zur psychosexuellen Entwicklung am Material eines Kindes zu prüfen. Da Hans' Vater, ein Anhänger Freuds, die Beobachtungen lieferte, wird zugleich sichtbar, wie sehr die frühe Psychoanalyse von Korrespondenz, Deutungsgemeinschaft und methodischem Wagnis geprägt war. Freuds ärztliche Erfahrung, seine Auseinandersetzung mit Hysterie und Traumdeutung sowie sein Interesse an Sprache und Symbolbildung bestimmen den Zugriff. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Entstehung psychoanalytischen Denkens an einem konkreten, zugleich kontroversen Beispiel nachvollziehen wollen. Es eröffnet nicht nur Einblick in Freuds Theoriegebäude, sondern auch in die historischen Voraussetzungen moderner Kindheits- und Angstforschung.
Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben, bekannt als der Fall des "kleinen Hans", ist eine der paradigmatischen Krankengeschichten der frühen Psychoanalyse. Freud untersucht die Angst des Kindes vor Pferden nicht als isoliertes Symptom, sondern als verdichteten Ausdruck unbewusster Wünsche, familiärer Bindungen und kindlicher Sexualtheorien. In präziser, argumentativer Prosa verbindet der Text Beobachtungsprotokoll, Deutung und theoretische Reflexion; literarisch steht er zwischen klinischem Bericht und hermeneutischer Fallnovelle, im Kontext der Ausarbeitung von Ödipuskomplex, Angstlehre und infantiler Sexualität. Sigmund Freud, Wiener Neurologe und Begründer der Psychoanalyse, schrieb diese Studie aus dem Bestreben heraus, seine Thesen zur psychosexuellen Entwicklung am Material eines Kindes zu prüfen. Da Hans' Vater, ein Anhänger Freuds, die Beobachtungen lieferte, wird zugleich sichtbar, wie sehr die frühe Psychoanalyse von Korrespondenz, Deutungsgemeinschaft und methodischem Wagnis geprägt war. Freuds ärztliche Erfahrung, seine Auseinandersetzung mit Hysterie und Traumdeutung sowie sein Interesse an Sprache und Symbolbildung bestimmen den Zugriff. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Entstehung psychoanalytischen Denkens an einem konkreten, zugleich kontroversen Beispiel nachvollziehen wollen. Es eröffnet nicht nur Einblick in Freuds Theoriegebäude, sondern auch in die historischen Voraussetzungen moderner Kindheits- und Angstforschung.
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