Anwaltschaft Zwischen Solidarität Und Hegemonialer PRAXIS

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Bol Unser nächster Band ist dem Thema Anwaltschaft gewidmet. Anwaltschaft (advocacy) ist ein zentraler Begriff im internationalen politischen Diskurs, v. a. in Menschenrechtskontexten und in der Entwicklungszusammenarbeit, der zunächst auf uneigennützige, öffentliche themenanwaltliche Interessenvertretung zielt, in christlich-theologischen Kontexten oft mit biblischen Weisungen (etwa Prv 31,8) assoziiert wird und insgesamt nicht selten mit universalen normativen Geltungsansprüchen einhergeht. Allerdings ist das Konzept in Verruf geraten: Eine nicht mandatierte Anwaltschaft kann leicht als paternalistisch verstanden werden, weil sie performativ eine Deutungshoheit beansprucht, die die Unterlegenheit der als subaltern Behaupteten mit den besten Absichten verstärkt, wie etwa die postkoloniale Kritik verdeutlicht. Advocacy-Handeln im internationalen wie auch im kirchlichen Kontext ist zudem eingebettet in globale politische und ökonomische Asymmetrien, in denen koloniale Deutungsmuster und Abhängigkeiten weiterwirken. Auch populistische Bewegungen stellen anwaltschaftliches Handeln zunehmend infrage.Die Beiträge schauen u. a. aus verschiedenen theologischen, religionswissenschaftlichen, historischen, entwicklungssoziologischen und politikwissenschaftlichen Perspektiven auf das Thema und gehen der Frage nach, was das Besondere anwaltschaftlichen Handelns speziell in religiösen Kontexten ausmacht, welche theologischen und ethischen Fragen sich rund um das Thema advocacy ergeben und wie eine zeitgemäße Praxis und wissenschaftliche Reflexion aussehen kann.

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Unser nächster Band ist dem Thema Anwaltschaft gewidmet. Anwaltschaft (advocacy) ist ein zentraler Begriff im internationalen politischen Diskurs, v. a. in Menschenrechtskontexten und in der Entwicklungszusammenarbeit, der zunächst auf uneigennützige, öffentliche themenanwaltliche Interessenvertretung zielt, in christlich-theologischen Kontexten oft mit biblischen Weisungen (etwa Prv 31,8) assoziiert wird und insgesamt nicht selten mit universalen normativen Geltungsansprüchen einhergeht. Allerdings ist das Konzept in Verruf geraten: Eine nicht mandatierte Anwaltschaft kann leicht als paternalistisch verstanden werden, weil sie performativ eine Deutungshoheit beansprucht, die die Unterlegenheit der als subaltern Behaupteten mit den besten Absichten verstärkt, wie etwa die postkoloniale Kritik verdeutlicht. Advocacy-Handeln im internationalen wie auch im kirchlichen Kontext ist zudem eingebettet in globale politische und ökonomische Asymmetrien, in denen koloniale Deutungsmuster und Abhängigkeiten weiterwirken. Auch populistische Bewegungen stellen anwaltschaftliches Handeln zunehmend infrage.Die Beiträge schauen u. a. aus verschiedenen theologischen, religionswissenschaftlichen, historischen, entwicklungssoziologischen und politikwissenschaftlichen Perspektiven auf das Thema und gehen der Frage nach, was das Besondere anwaltschaftlichen Handelns speziell in religiösen Kontexten ausmacht, welche theologischen und ethischen Fragen sich rund um das Thema advocacy ergeben und wie eine zeitgemäße Praxis und wissenschaftliche Reflexion aussehen kann.

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Pagina's: 272, Editie: Eerste editie, Hardcover, Walter de Gruyter


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Merk De Gruyter
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  • 9783112238394
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