Anwendung der Prozesskostenrechnung in einer Einzelhandesfiliale am Beispiel eines Hauptprozesses

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Bol Ein Blick in die Umsatzzahlen deutscher Handelsunternehmen bestätigt einen Sachverhalt, der beim täglichen Einkauf zu beobachten ist. Wenige große Handelsketten dominieren den deutschen Handel. Man spricht von einer Konzentration des Handels, die einen steigenden Wettbewerbsdruck und somit eine hohe Marktdynamik mit sich bringt. Wenn man die Zahlen betrachtet, kann man davon ausgehen, dass sich diese Konzentration in Zukunft weiterhin verschärfen wird. Die Unternehmen sind also mehr denn je in Reaktionsfähigkeit, Flexibilität und Effizienz, bei gleichzeitig geringerer Kostenverursachung und mindestens gleicher oder steigender Qualität, gefordert. Die Prozessperspektive muss also in den Fokus der Unternehmen rücken.Deckungsbeitragsrechnungen werden von Praktikern als zu kurzfristig empfunden, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Dies liegt darin begründet, dass der überwiegende Teil der mittelfristig abbaubaren Fixkosten nicht auf die Produkte als Kostenträger verrechnet wird, was zur Folge hat, dass bei sinkenden variablen Kosten und steigenden Gemeinkosten immer weniger Kosten auf die einzelnen Produkte zugerechnet werden. Ergebnis ist ein überproportionaler Anstieg der Deckungsbeiträge zum Umsatz. Um altbekannte Probleme und Unzulänglichkeiten traditioneller Kostenrechnungssysteme zu ergründen und zu vermeiden, entwickelte sich die Prozesskostenrechnung. Sie ermöglicht es, methodisch nur schwer bewertbare Leistungen prozessmengenabhängig zu kalkulieren. Pauschale Zurechnungen für die Verrechnung von fixen Gemeinkosten werden hierbei durch differenziertere Zurechnungen abgelöst. Die PKR steht als relativ neuartiger Ansatz im Mittelpunkt dieser Arbeit, wobei sie dem Leser vorgestellt und ihre Bedeutung am Beispiel eines Hauptprozesses in der Einzelhandelsfiliale näher erläutert wird.

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  • 9783638034166
  • 9783638932035
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