Diese Studie analysiert pragmatische Unbestimmtheit, ein sprachliches Phänomen, das in Kommunikationsaktivitäten häufig auftritt. Pragmatische Unbestimmtheit ist eine diplomatische Strategie, die in Sprechakten zum Einsatz kommt, bei der der Sprecher verschiedene sprachliche Marker der pragmatischen Unbestimmtheit verwendet, um zwei oder mehr verschiedene Arten von illokutionären Kräften zu vermitteln, diskursive Implikationen oder metaphorische Effekte zu erzeugen und es dem Adressaten zu erschweren, die tatsächliche Absicht des Sprechers aus den vagen Äußerungen eindeutig zu entschlüsseln. Die untersuchten Daten sind einige Finanzäußerungen von Alan Greenspan, dem zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels amtierenden Vorsitzenden des Federal Reserve Board (FRB) der USA. Die Analyse konzentriert sich darauf, wie Greenspan sprachliche Marker der Absicherung und Modalität einsetzte, um sein Kommunikationsziel zu erreichen: die offizielle Haltung des FRB der Öffentlichkeit mit einem gewissen Maß an Transparenz offenzulegen und gleichzeitig spezifische Informationen zur Geldpolitik des FRB vertraulich zu behandeln. Pragmatische Unbestimmtheit wird in Alan Greenspans finanzpolitischen Äußerungen als rhetorisch versierte Taktik mit stilistischen Merkmalen eingesetzt. Sie reicht jedoch noch nicht aus, um die These eines Sprachmodells der FRB zu untermauern.
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