Arme Thea!
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Beschrijving
Bol
Arme Thea! entfaltet das Schicksal einer jungen Frau, deren persönliche Empfindsamkeit mit den moralischen Erwartungen ihrer Umgebung kollidiert. Rudolf Stratz gestaltet diesen Konflikt als Gesellschafts- und Seelenroman der wilhelminischen Zeit: Liebe, Pflicht, Standesdenken und weibliche Selbstbehauptung werden in einer zugleich spannungsreichen und fein beobachtenden Prosa verhandelt. Der Titelton, halb Mitleid, halb ironische Distanz, verweist auf eine Erzählweise, die sentimentale Anteilnahme mit nüchterner Analyse bürgerlicher Konventionen verbindet. Rudolf Stratz, 1864 in Heidelberg geboren und einer der vielgelesenen deutschen Erzähler um 1900, verfügte über ein ausgeprägtes Gespür für die sozialen Codes seiner Epoche. Seine Erfahrungen im literarischen Betrieb, seine Nähe zu Theater, Feuilleton und populärem Roman sowie sein Interesse an Fragen von Ehre, Herkunft und gesellschaftlicher Rolle prägen auch dieses Buch. Theas Geschichte erscheint dadurch nicht als bloß privates Unglück, sondern als Symptom einer kulturellen Ordnung. Empfohlen sei Arme Thea! Leserinnen und Lesern, die historische Unterhaltungsliteratur mit ernstem gesellschaftlichem Untergrund schätzen. Der Roman bietet Einblick in Geschlechterbilder und Gefühlsnormen der Jahrhundertwende und überzeugt durch psychologische Anschaulichkeit, elegante Erzählökonomie und zeitgeschichtliche Aussagekraft.
Arme Thea! entfaltet das Schicksal einer jungen Frau, deren persönliche Empfindsamkeit mit den moralischen Erwartungen ihrer Umgebung kollidiert. Rudolf Stratz gestaltet diesen Konflikt als Gesellschafts- und Seelenroman der wilhelminischen Zeit: Liebe, Pflicht, Standesdenken und weibliche Selbstbehauptung werden in einer zugleich spannungsreichen und fein beobachtenden Prosa verhandelt. Der Titelton, halb Mitleid, halb ironische Distanz, verweist auf eine Erzählweise, die sentimentale Anteilnahme mit nüchterner Analyse bürgerlicher Konventionen verbindet. Rudolf Stratz, 1864 in Heidelberg geboren und einer der vielgelesenen deutschen Erzähler um 1900, verfügte über ein ausgeprägtes Gespür für die sozialen Codes seiner Epoche. Seine Erfahrungen im literarischen Betrieb, seine Nähe zu Theater, Feuilleton und populärem Roman sowie sein Interesse an Fragen von Ehre, Herkunft und gesellschaftlicher Rolle prägen auch dieses Buch. Theas Geschichte erscheint dadurch nicht als bloß privates Unglück, sondern als Symptom einer kulturellen Ordnung. Empfohlen sei Arme Thea! Leserinnen und Lesern, die historische Unterhaltungsliteratur mit ernstem gesellschaftlichem Untergrund schätzen. Der Roman bietet Einblick in Geschlechterbilder und Gefühlsnormen der Jahrhundertwende und überzeugt durch psychologische Anschaulichkeit, elegante Erzählökonomie und zeitgeschichtliche Aussagekraft.