Arthur Schopenhauers "Eristische Dialektik" ist eine scharfsinnige Analyse der Kunst, in Streitgesprächen recht zu behalten, auch unabhängig von der Wahrheit. In kurzen, präzisen Strategemen zerlegt der Text rhetorische Manöver, Sophismen und psychologische Täuschungen, die Debatten beherrschen. Sein Stil verbindet aphoristische Klarheit mit polemischer Energie und steht im Kontext antiker Dialektik, scholastischer Disputation und moderner Kritik an öffentlicher Vernunft. Schopenhauer, 1788 in Danzig geboren, war Philosoph des Pessimismus und Autor von "Die Welt als Wille und Vorstellung". Seine lebenslange Auseinandersetzung mit Kant, Platon und der indischen Weisheit verband sich mit einer tiefen Skepsis gegenüber menschlicher Eitelkeit. Gerade seine Erfahrungen im akademischen Betrieb und seine Verachtung leerer Gelehrsamkeit erklären die Entstehung dieses Textes als Diagnose intellektueller Unredlichkeit. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die philosophische Argumentation, politische Rede oder alltägliche Kontroversen genauer verstehen möchten. Es ist kein Handbuch zur Manipulation, sondern, richtig gelesen, eine Schule der Wachsamkeit: Wer Schopenhauers Kunstgriffe erkennt, lernt, Debatten klarer, fairer und wahrheitsnäher zu führen.
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