Die Jahre 1950 bis 1970 waren geprägt von zahlreichen Umwälzungen, Brüchen sowie ideologischen und intellektuellen Erneuerungen im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg und die damit verbundenen historischen Ereignisse: das Aufkommen von Diktaturen, Völkermordphänomene, eine zivilisatorische Krise. Die Literatur hat diese Ereignisse auf ihre Weise implizit und symptomatisch aufgegriffen und hinterfragt. So wurden andere, oft radikale Formen des Schreibens und Denkens ermöglicht. In Frankreich trugen Autoren wie Beckett, Blanchot, Camus, Du Bouchet, Duras, Genet, Robbe-Grillet und Sollers, um nur einige zu nennen, zu diesem Bruch und dieser Radikalität bei. Mein kritischer Ansatz, der interdisziplinär angelegt ist (und Literaturtheorie, Psychoanalyse, Soziologie, Semiologie usw. miteinander verbindet), versucht, diese Prinzipien zu erfassen und zu erklären. Meine Masterarbeit mit dem Titel "De l'esthétique de l'anomie...", die sich mit zwei Texten befasst, nämlich "Thomas l'obscur" von Maurice Blanchot und "L'infini turbulent" von Henri Michaux, versteht sich als Beispiel, wenn nicht gar als Versuch. (Abdelkader Benamer)
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