Bauern Bayerische Geschichten

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Bol In "Bauern - Bayerische Geschichten" verdichtet Lena Christ die Lebenswelt des oberbayerischen Dorfes zu knappen, eindringlichen Prosastücken. Im Mittelpunkt stehen bäuerliche Arbeit, familiäre Abhängigkeiten, religiöse Gewohnheiten, Besitzdenken und die oft harte Ordnung der Gemeinschaft. Christs Stil verbindet realistische Beobachtung mit sprachlicher Nähe zum Milieu; Dialektfärbung, lakonische Dialoge und präzise Szenenführung verleihen den Geschichten dokumentarische Schärfe. Literarisch steht das Buch zwischen Heimatkunst, Naturalismus und sozialkritischer Dorfprosa. Lena Christ, 1881 in Glonn geboren und 1920 in München gestorben, kannte die von ihr geschilderten Verhältnisse aus eigener Erfahrung. Ihre Kindheit auf dem Land, die spätere Arbeit in Wirtshaus und Haushalt sowie ein von Armut, Gewalt und sozialer Unsicherheit geprägtes Leben schärften ihren Blick für Menschen am Rand. Wie in ihren autobiographischen Schriften verwandelt sie persönliche Kenntnis nicht in Sentimentalität, sondern in eine genaue, mitunter bittere Analyse bayerischer Alltagswirklichkeit. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die hinter folkloristischen Bildern Bayerns eine komplexe soziale Welt entdecken möchten. Christ zeigt Bauern nicht als idyllische Figuren, sondern als Menschen zwischen Würde, Härte, Frömmigkeit, Eigennutz und Verletzlichkeit. Gerade diese nüchterne Menschlichkeit macht die Sammlung literarisch wertvoll und historisch aufschlussreich.

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In "Bauern - Bayerische Geschichten" verdichtet Lena Christ die Lebenswelt des oberbayerischen Dorfes zu knappen, eindringlichen Prosastücken. Im Mittelpunkt stehen bäuerliche Arbeit, familiäre Abhängigkeiten, religiöse Gewohnheiten, Besitzdenken und die oft harte Ordnung der Gemeinschaft. Christs Stil verbindet realistische Beobachtung mit sprachlicher Nähe zum Milieu; Dialektfärbung, lakonische Dialoge und präzise Szenenführung verleihen den Geschichten dokumentarische Schärfe. Literarisch steht das Buch zwischen Heimatkunst, Naturalismus und sozialkritischer Dorfprosa. Lena Christ, 1881 in Glonn geboren und 1920 in München gestorben, kannte die von ihr geschilderten Verhältnisse aus eigener Erfahrung. Ihre Kindheit auf dem Land, die spätere Arbeit in Wirtshaus und Haushalt sowie ein von Armut, Gewalt und sozialer Unsicherheit geprägtes Leben schärften ihren Blick für Menschen am Rand. Wie in ihren autobiographischen Schriften verwandelt sie persönliche Kenntnis nicht in Sentimentalität, sondern in eine genaue, mitunter bittere Analyse bayerischer Alltagswirklichkeit. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die hinter folkloristischen Bildern Bayerns eine komplexe soziale Welt entdecken möchten. Christ zeigt Bauern nicht als idyllische Figuren, sondern als Menschen zwischen Würde, Härte, Frömmigkeit, Eigennutz und Verletzlichkeit. Gerade diese nüchterne Menschlichkeit macht die Sammlung literarisch wertvoll und historisch aufschlussreich.


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  • 9788027364992
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