Eine laterale Luxation ist eine traumatische Zahnverletzung, die durch die Verschiebung eines Zahns in eine andere als die axiale Richtung gekennzeichnet ist und in der Regel mit einer Fraktur des Alveolarknochens sowie einer Schädigung des Parodontalligaments einhergeht. Bei jungen bleibenden Zähnen mit unvollständiger Wurzelbildung zielt die Behandlung darauf ab, die Vitalität der Pulpa zu erhalten und die weitere Wurzelentwicklung zu fördern. Der erste Schritt in der Behandlung ist eine gründliche klinische und röntgenologische Untersuchung zur Beurteilung der Verschiebung, der Mobilität, der okklusalen Interferenz und der Wurzelreife. Unter Lokalanästhesie sollte der verschobene Zahn vorsichtig mit den Fingern oder einer Zange in seine ursprüngliche Position zurückgebracht werden. Liegt eine Alveolarknochenfraktur vor, ist eine sorgfältige Neuausrichtung erforderlich. Nach der Repositionierung wird zur Stabilisierung eine flexible Schiene für etwa 4 Wochen empfohlen. Anweisungen zur Mundhygiene, die Empfehlung einer weichen Ernährung und die Verwendung einer Chlorhexidin-Mundspülung sind unerlässlich, um das Infektionsrisiko zu verringern. Zur Schmerzbehandlung können Analgetika verschrieben werden. Regelmäßige Nachuntersuchungen sind nach 2 Wochen, 4 Wochen, 6-8 Wochen, 6 Monaten sowie jährlich über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren unerlässlich.
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