Im "historischen" Yatenga (der nördlichen Region von Burkina Faso) wie auch in der gesamten Sahelzone geht die Verarmung der Landbevölkerung mit einer sich exponentiell verschärfenden Futtermittelkrise einher, die eine der Ausprägungen der Wüstenbildung darstellt. Es gibt jedoch agroökologische Alternativen, die die lokalen Ressourcen optimieren: Auf den Anbau von Nahrungs-, Gemüse- und Obstpflanzen angewendet, ermöglichen sie die Sicherung der Nahrungs- und Futtermittelsicherheit. Zudem wurden kostengünstige Methoden der partizipativen Raumplanung entwickelt, mit denen die Wasserressourcen und das Produktionspotenzial der Tieflandgebiete optimiert werden können. Die zu bewältigenden Herausforderungen sind jedoch beträchtlich: Schaffung zuverlässiger und rentabler Wertschöpfungsketten, Einführung einer lokalen Besteuerung, die den Herausforderungen gerecht wird, sowie Schulung der Kommunalpolitiker in der Raumplanung. Zudem muss ein hohes Niveau an Forschung und Entwicklung zu biologisch wichtigen Themen aufrechterhalten werden: insbesondere zu Bio-Nährstoffen und Biopestiziden. Den Gebietskörperschaften stehen somit realistische Alternativen zur Verfügung, um die Zukunft zu gestalten und das Schlimmste zu vermeiden: Das vorliegende Werk versteht sich als ein Instrument, das ihnen zur Verfügung steht.
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