Die aufeinanderfolgenden Assoziierungsabkommen zwischen der EU und ihren Partnerländern im Mittelmeerraum (MPCs) zielten vor allem auf die Förderung der Handelsliberalisierung ab. Die Analyse der Agrarhandelsströme zwischen beiden Regionen erfolgte traditionell anhand quantitativer Handelsmodelle unter Berücksichtigung der geografischen Nähe und der politischen Beziehungen. Die vorliegenden Erkenntnisse zeigen, dass es erhebliche Schwierigkeiten gibt, mit den genannten Modellen eine gründliche Analyse durchzuführen. Ein alternativer Analyseansatz wäre der Einsatz qualitativer Methoden im Zusammenhang mit der Analyse globaler Wertschöpfungsketten. Dieses Buch konzentriert sich auf die Analyse der Nachfrageseite der Wertschöpfungsketten für die wichtigsten Agrarprodukte, die aus den MPCs in die EU geliefert werden, wobei Spanien als repräsentatives Fallbeispiel herangezogen wird. Die Analyse liefert Primärdaten, um die Chancen und Hindernisse dieser Handelsströme besser zu erfassen und daraus Schlussfolgerungen zur Verbesserung der Effizienz der betreffenden Wertschöpfungsketten abzuleiten. In der Fachliteratur wurden keine früheren Verweise auf das untersuchte Thema gefunden, was diese Studie wahrscheinlich zum ersten Versuch macht, die Dynamik des euro-mediterranen Agrarhandels unter Verwendung des Wertschöpfungskettenansatzes aus der Perspektive des Abnehmermarktes zu analysieren.
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