Bilder aus Italien (Historischer Reisebericht)
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Beschrijving
Bol
In "Bilder aus Italien" verarbeitet Charles Dickens seine Reise von 1844 bis 1845 zu einem historischen Reisebericht, der Beobachtung, Satire und poetische Verdichtung verbindet. Genua, Rom, Neapel, Venedig und kleinere Stationen erscheinen nicht als bloße Sehenswürdigkeiten, sondern als lebendige Schauplätze sozialer, religiöser und politischer Spannungen. Dickens' Stil ist zugleich malerisch, komisch und moralisch wach: Er beschreibt Ruinen, Prozessionen, Straßenleben und Armut mit jener erzählerischen Energie, die auch seine Romane prägt. Im Kontext der viktorianischen Reiseliteratur steht das Werk zwischen Grand-Tour-Tradition und moderner Gesellschaftsdiagnose. Charles Dickens, bereits berühmt durch Werke wie "Oliver Twist" und "Nicholas Nickleby", reiste nach Italien in einer Phase persönlicher und künstlerischer Neuorientierung. Seine Herkunft aus prekären Verhältnissen, sein journalistischer Blick und sein lebenslanges Interesse an institutioneller Heuchelei schärften seine Wahrnehmung für Gegensätze zwischen Pracht und Elend. Italien wurde ihm nicht nur ästhetisches Erlebnis, sondern Prüfstein europäischer Zivilisation. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Dickens jenseits des Romans kennenlernen möchten. Es bietet keine neutrale Reisestatistik, sondern ein kluges, oft glänzend formuliertes Zeugnis darüber, wie ein großer Erzähler fremde Landschaften in moralische Erkenntnis verwandelt.
In "Bilder aus Italien" verarbeitet Charles Dickens seine Reise von 1844 bis 1845 zu einem historischen Reisebericht, der Beobachtung, Satire und poetische Verdichtung verbindet. Genua, Rom, Neapel, Venedig und kleinere Stationen erscheinen nicht als bloße Sehenswürdigkeiten, sondern als lebendige Schauplätze sozialer, religiöser und politischer Spannungen. Dickens' Stil ist zugleich malerisch, komisch und moralisch wach: Er beschreibt Ruinen, Prozessionen, Straßenleben und Armut mit jener erzählerischen Energie, die auch seine Romane prägt. Im Kontext der viktorianischen Reiseliteratur steht das Werk zwischen Grand-Tour-Tradition und moderner Gesellschaftsdiagnose. Charles Dickens, bereits berühmt durch Werke wie "Oliver Twist" und "Nicholas Nickleby", reiste nach Italien in einer Phase persönlicher und künstlerischer Neuorientierung. Seine Herkunft aus prekären Verhältnissen, sein journalistischer Blick und sein lebenslanges Interesse an institutioneller Heuchelei schärften seine Wahrnehmung für Gegensätze zwischen Pracht und Elend. Italien wurde ihm nicht nur ästhetisches Erlebnis, sondern Prüfstein europäischer Zivilisation. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Dickens jenseits des Romans kennenlernen möchten. Es bietet keine neutrale Reisestatistik, sondern ein kluges, oft glänzend formuliertes Zeugnis darüber, wie ein großer Erzähler fremde Landschaften in moralische Erkenntnis verwandelt.
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