Billy Budd: Die Geschichte eines Seemanns
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Herman Melvilles "Billy Budd" ist eine späte, postum veröffentlichte Seefahrtsnovelle, die an Bord eines britischen Kriegsschiffs während der Revolutionskriege spielt. Im Zentrum steht der unschuldige, charismatische Matrose Billy, dessen natürliche Güte auf die dunkle Intrige des Waffenmeisters Claggart und die unerbittliche Rechtsordnung Kapitän Veres trifft. In konzentrierter, zugleich symbolisch aufgeladener Prosa verbindet Melville nautische Genauigkeit, biblische Anspielung und tragische Dramaturgie zu einer Meditation über Schuld, Gesetz, Schönheit und Gewalt. Melville, 1819 in New York geboren, schöpfte aus eigener Erfahrung als Matrose, Walfänger und Weltreisender. Nach dem anfänglichen Erfolg seiner Südseeromane und der zeitgenössischen Verkennung von "Moby-Dick" zog er sich zunehmend aus dem literarischen Betrieb zurück. "Billy Budd", in seinen letzten Lebensjahren entstanden, bündelt seine lebenslange Beschäftigung mit Autorität, metaphysischer Mehrdeutigkeit und dem moralischen Preis institutioneller Ordnung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die eine kurze, aber außerordentlich vielschichtige Erzählung suchen. Melville zwingt nicht zu einfachen Urteilen: Er stellt Unschuld und Gesetz, Gewissen und Pflicht, Menschlichkeit und militärische Notwendigkeit in schmerzhafte Spannung. Gerade darin liegt seine bleibende intellektuelle und literarische Kraft.
Herman Melvilles "Billy Budd" ist eine späte, postum veröffentlichte Seefahrtsnovelle, die an Bord eines britischen Kriegsschiffs während der Revolutionskriege spielt. Im Zentrum steht der unschuldige, charismatische Matrose Billy, dessen natürliche Güte auf die dunkle Intrige des Waffenmeisters Claggart und die unerbittliche Rechtsordnung Kapitän Veres trifft. In konzentrierter, zugleich symbolisch aufgeladener Prosa verbindet Melville nautische Genauigkeit, biblische Anspielung und tragische Dramaturgie zu einer Meditation über Schuld, Gesetz, Schönheit und Gewalt. Melville, 1819 in New York geboren, schöpfte aus eigener Erfahrung als Matrose, Walfänger und Weltreisender. Nach dem anfänglichen Erfolg seiner Südseeromane und der zeitgenössischen Verkennung von "Moby-Dick" zog er sich zunehmend aus dem literarischen Betrieb zurück. "Billy Budd", in seinen letzten Lebensjahren entstanden, bündelt seine lebenslange Beschäftigung mit Autorität, metaphysischer Mehrdeutigkeit und dem moralischen Preis institutioneller Ordnung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die eine kurze, aber außerordentlich vielschichtige Erzählung suchen. Melville zwingt nicht zu einfachen Urteilen: Er stellt Unschuld und Gesetz, Gewissen und Pflicht, Menschlichkeit und militärische Notwendigkeit in schmerzhafte Spannung. Gerade darin liegt seine bleibende intellektuelle und literarische Kraft.