In Algerien nehmen gipshaltige Böden eine Fläche von 7966,3 km² ein, was einem Anteil von 3,3 % der Gesamtfläche des Landes entspricht; die an diesen Böden durchgeführten Untersuchungen sind weitaus eher bodenkundlicher als mikrobiologischer Natur. Diese Arbeit ist eine quantitative und qualitative Untersuchung der Mikroorganismen, die in den Oberflächenkrusten einiger gips- und salzhaltiger Böden in einer Wüstenumgebung (der Region Ouargla) leben. Die physikalisch-chemischen Analysen zeigen, dass die Böden von Ouargla eine sandige und lehmig-sandige Textur aufweisen. Die untersuchten Böden zeichnen sich durch einen geringen Feuchtigkeitsgehalt, einen hohen Salzgehalt und variable Gipsgehalte aus. Die Gehalte an organischer Substanz und Gesamtstickstoff im Boden sind gering. Die Vegetationsdecke ist spärlich und manchmal gänzlich fehlend. Die Böden werden von einer vielfältigen Mikroflora besiedelt, die an die schwierigen Bedingungen der Sahara angepasst ist; die mikrobielle Biomasse und die Keimzahl variieren von Boden zu Boden. Die biologischen Krusten in der Region Ouargla sind aufgrund klimatischer Faktoren (Trockenheit) und biologischer Faktoren (Seltenheit und/oder Fehlen der Vegetationsdecke) wenig entwickelt.
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