Bruno Goller: Rétrospective 19221992: Cat. Kunstmuseum Bonn

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Bol Gollers Nähe zu Surrealismus und Neuer SachlichkeitLange ist die Malereigeschichte des 20. Jahrhunderts als Konkurrenzkampf von Schulen und Stilen gedeutet und dabei übersehen worden, wie bestimmend gerade die Außenseiter für die Entwicklung der Kunst sein können. Zur Gruppe dieser eigenwilligen Einzelgänger ­gehört - trotz mancher Parallelen, die sein ­Schaffen zur Kunst des Surrea­lismus und zur neuen Sachlichkeit aufweist - auch Bruno ­Goller. 1901 in Gummers­bach geboren und seit 1927 dauerhaft in Düsseldorf ansässig, entfaltete er in über siebzig Schaffens­­jahren eine ­magische Bildwelt, die, im Kontrast zur großen Zeitströmung der Abstraktion, von einem klaren Bekenntnis zur Gegenständlichkeit geprägt ist. Wir erkennen ­Häuser, Uhren, Hüte, Rosen, Schirme, Mäntel und, nicht zuletzt, Frauen, die in aller Regel typisiert und streng formalisiert wiedergegeben werden. Wenn auch gelegentlich Männer in seinen Gemälden auftauchen, so sind es doch die Frauen, die im Zentrum seiner Kunst stehen. In ihrer idolhaften Präsenz sind sie jedoch so wenig greifbar und ausdeutbar wie all die Gegenstände von denen sie umgeben sind. Welche tiefere ­Bedeutung führt all die Dinge im Bild zusammen? ­Sicher sind asso­ziative Verknüpfungen des Bild­inventars punktuell möglich, doch sperren sich Gollers Gemälde gegen eine eindeutige Lesbarkeit. Sie verweigern sich letzten Endes dem Zugriff der Interpret*innen und gewinnen gerade daraus ihre Strahlkraft: die Magie des Rätselhaften.Ausstellung: Kunstmuseum Bonn, 19/9/2024 - 19/1/2025

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Gollers Nähe zu Surrealismus und Neuer SachlichkeitLange ist die Malereigeschichte des 20. Jahrhunderts als Konkurrenzkampf von Schulen und Stilen gedeutet und dabei übersehen worden, wie bestimmend gerade die Außenseiter für die Entwicklung der Kunst sein können. Zur Gruppe dieser eigenwilligen Einzelgänger ­gehört - trotz mancher Parallelen, die sein ­Schaffen zur Kunst des Surrea­lismus und zur neuen Sachlichkeit aufweist - auch Bruno ­Goller. 1901 in Gummers­bach geboren und seit 1927 dauerhaft in Düsseldorf ansässig, entfaltete er in über siebzig Schaffens­­jahren eine ­magische Bildwelt, die, im Kontrast zur großen Zeitströmung der Abstraktion, von einem klaren Bekenntnis zur Gegenständlichkeit geprägt ist. Wir erkennen ­Häuser, Uhren, Hüte, Rosen, Schirme, Mäntel und, nicht zuletzt, Frauen, die in aller Regel typisiert und streng formalisiert wiedergegeben werden. Wenn auch gelegentlich Männer in seinen Gemälden auftauchen, so sind es doch die Frauen, die im Zentrum seiner Kunst stehen. In ihrer idolhaften Präsenz sind sie jedoch so wenig greifbar und ausdeutbar wie all die Gegenstände von denen sie umgeben sind. Welche tiefere ­Bedeutung führt all die Dinge im Bild zusammen? ­Sicher sind asso­ziative Verknüpfungen des Bild­inventars punktuell möglich, doch sperren sich Gollers Gemälde gegen eine eindeutige Lesbarkeit. Sie verweigern sich letzten Endes dem Zugriff der Interpret*innen und gewinnen gerade daraus ihre Strahlkraft: die Magie des Rätselhaften.Ausstellung: Kunstmuseum Bonn, 19/9/2024 - 19/1/2025


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  • 9783864424427
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