Das Thema der schlechten Regierungsführung und ihrer verheerenden Auswirkungen ist in der afrikanischen Belletristik nicht neu. In diesem Zusammenhang wird der Wunsch nach einer progressiven, revolutionären und wirkungsvollen Literatur in der afrikanischen Literaturwissenschaft unabdingbar. Das vorliegende Buch unternimmt eine ideologische Lektüre von Vincent Egbusons "Womandela" und berücksichtigt dabei, dass Ideologie zwei Dimensionen hat: einen Ideenkomplex und Mittel, mit denen sich eine Klasse auf unbestimmte Zeit an der Macht hält. Die Arbeit gliedert sich in vier Teile: Kapitel eins, zwei, drei und vier. Jedes Kapitel hat seinen eigenen thematischen Schwerpunkt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Vincent Egbuson ein engagierter Schriftsteller ist, der sich intensiv darum bemüht, dass der afrikanische Roman das Leben so einfängt, wie es ist. Dabei vertritt er einen bürgerlichen Feminismus. Somit ist Egbuson ein bürgerlicher Schriftsteller, da seine Sympathie der herrschenden Klasse gilt, zum Nachteil des einfachen Volkes und des Proletariats. Diese Art der Darstellung hat die Kraft, revolutionäre Imperative im afrikanischen Roman und in der Soziologie zu untergraben.
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