Das erste Wort der kleinen Elinontis, und andere Indianergeschichten versammelt Erzählungen, die indigene Lebenswelten aus der Perspektive deutschsprachiger Jugendliteratur erschließen. Im Mittelpunkt stehen Kindheit, Bewährung, Sprache und Begegnung: Das titelgebende "erste Wort" wird zum Symbol für Erwachen, Zugehörigkeit und menschliche Verständigung. Harders' Stil ist anschaulich, klar gebaut und moralisch akzentuiert; er verbindet Abenteuererzählung, rührende Familienszene und belehrende Kulturbetrachtung. Literarisch steht das Buch im Kontext jener Indianergeschichten, die zwischen romantischer Exotik, pädagogischer Absicht und zeitgebundenen Vorstellungen von Fremdheit vermitteln. Gustav Harders gehört zu jenen Autoren, deren Werk eher über seine erzieherische und populäre Wirkung als über eine breite biographische Überlieferung greifbar ist. Seine Stoffwahl deutet auf ein Interesse an fremden Kulturen, kindlicher Entwicklung und sittlicher Charakterbildung hin. Vermutlich wirkten zeitgenössische Reiseberichte, Missionsliteratur und die deutsche Tradition lehrhafter Abenteuerprosa auf seine Darstellung ein. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Jugend- und Abenteuerliteratur nicht nur genießen, sondern auch kritisch verstehen möchten. Es bietet erzählerische Spannung, sentimentale Intensität und einen aufschlussreichen Einblick in ältere deutsche Bilder indigener Kulturen.
AmazonPagina's: 44, Paperback, Sharp Ink
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