Das Gelübde einer Sterbenden

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Bol Das Gelübde einer Sterbenden gehört zu Zolas frühen Prosaarbeiten und verbindet den Spannungsbogen des Feuilletonromans mit einer bereits analytischen Aufmerksamkeit für soziale Abhängigkeiten. Im Mittelpunkt steht ein am Sterbebett abgelegtes Versprechen, das Liebe, Schuld, Familienpflicht und moralische Selbstverleugnung unauflöslich miteinander verknüpft. Der Stil ist noch deutlich von romantischer Empfindsamkeit, melodramatischer Zuspitzung und gotischer Atmosphäre geprägt; zugleich kündigen sich jene Fragen nach Milieu, Vererbung und gesellschaftlichem Zwang an, die Zolas späteren Naturalismus bestimmen werden. Émile Zola (1840-1902) schrieb diesen Roman in einer Phase literarischer Selbstfindung, bevor ihn der Zyklus der Rougon-Macquart berühmt machte. Seine Erfahrungen als mittelloser junger Autor in Paris, als Verlagsangestellter bei Hachette und als Journalist im publizistischen Betrieb des Zweiten Kaiserreichs schärften seinen Blick für ökonomische Unsicherheit, bürgerliche Moral und die Macht öffentlicher Erzählformen. Gerade diese Gemengelage erklärt die dramatische Konstruktion des Buches. Empfohlen sei Das Gelübde einer Sterbenden allen Leserinnen und Lesern, die Zola nicht nur als Meister des Naturalismus, sondern in seiner Entwicklung verstehen möchten. Das Werk bietet keine bloße Kuriosität des Frühwerks, sondern ein aufschlussreiches Laboratorium: Hier entstehen Motive, Konflikte und Erzählverfahren, die später europäische Romanästhetik prägen sollten.

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Das Gelübde einer Sterbenden gehört zu Zolas frühen Prosaarbeiten und verbindet den Spannungsbogen des Feuilletonromans mit einer bereits analytischen Aufmerksamkeit für soziale Abhängigkeiten. Im Mittelpunkt steht ein am Sterbebett abgelegtes Versprechen, das Liebe, Schuld, Familienpflicht und moralische Selbstverleugnung unauflöslich miteinander verknüpft. Der Stil ist noch deutlich von romantischer Empfindsamkeit, melodramatischer Zuspitzung und gotischer Atmosphäre geprägt; zugleich kündigen sich jene Fragen nach Milieu, Vererbung und gesellschaftlichem Zwang an, die Zolas späteren Naturalismus bestimmen werden. Émile Zola (1840-1902) schrieb diesen Roman in einer Phase literarischer Selbstfindung, bevor ihn der Zyklus der Rougon-Macquart berühmt machte. Seine Erfahrungen als mittelloser junger Autor in Paris, als Verlagsangestellter bei Hachette und als Journalist im publizistischen Betrieb des Zweiten Kaiserreichs schärften seinen Blick für ökonomische Unsicherheit, bürgerliche Moral und die Macht öffentlicher Erzählformen. Gerade diese Gemengelage erklärt die dramatische Konstruktion des Buches. Empfohlen sei Das Gelübde einer Sterbenden allen Leserinnen und Lesern, die Zola nicht nur als Meister des Naturalismus, sondern in seiner Entwicklung verstehen möchten. Das Werk bietet keine bloße Kuriosität des Frühwerks, sondern ein aufschlussreiches Laboratorium: Hier entstehen Motive, Konflikte und Erzählverfahren, die später europäische Romanästhetik prägen sollten.


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  • 9788027347926
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