Das graue Tuch und zehn Prozent Weiß
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Beschrijving
Bol
In "Das graue Tuch und zehn Prozent Weiß" entfaltet Paul Scheerbart einen ebenso heiteren wie programmatischen Roman über Mode, Ehe und moderne Architektur. Der Glasarchitekt Edgar Krug verpflichtet seine Frau Clara zu einer strengen Garderobe aus Grau mit einem geringen Weißanteil, damit die Farbwirkung seiner gläsernen Bauten ungestört triumphieren kann. Aus dieser exzentrischen Prämisse entwickelt Scheerbart eine utopische Weltreise, deren leichter, dialogischer Stil satirische Gesellschaftsbeobachtung mit ästhetischer Theorie verbindet. Im Kontext der frühen Moderne erscheint der Roman als literarisches Gegenstück zur Glasarchitektur und zum expressionistischen Zukunftsdenken. Paul Scheerbart (1863-1915) war ein Berliner Schriftsteller, Zeichner und Visionär, dessen Werk zwischen Phantastik, Groteske, technischer Utopie und kunsttheoretischem Manifest oszilliert. Seine Nähe zu Architekten wie Bruno Taut und sein Glaube an die kulturelle Erneuerung durch Licht, Glas und Farbe prägen dieses Buch unmittelbar. Die spielerische Handlung dient daher auch als Vehikel einer ernsthaften Reformästhetik. Empfohlen sei dieser Roman allen Leserinnen und Lesern, die literarische Avantgarde nicht nur als Stilbruch, sondern als Denkform verstehen möchten. Scheerbart bietet ein überraschend aktuelles Buch über Design, Geschlechterrollen, Wahrnehmung und die Frage, wie gebaute Räume das Leben verändern können.
In "Das graue Tuch und zehn Prozent Weiß" entfaltet Paul Scheerbart einen ebenso heiteren wie programmatischen Roman über Mode, Ehe und moderne Architektur. Der Glasarchitekt Edgar Krug verpflichtet seine Frau Clara zu einer strengen Garderobe aus Grau mit einem geringen Weißanteil, damit die Farbwirkung seiner gläsernen Bauten ungestört triumphieren kann. Aus dieser exzentrischen Prämisse entwickelt Scheerbart eine utopische Weltreise, deren leichter, dialogischer Stil satirische Gesellschaftsbeobachtung mit ästhetischer Theorie verbindet. Im Kontext der frühen Moderne erscheint der Roman als literarisches Gegenstück zur Glasarchitektur und zum expressionistischen Zukunftsdenken. Paul Scheerbart (1863-1915) war ein Berliner Schriftsteller, Zeichner und Visionär, dessen Werk zwischen Phantastik, Groteske, technischer Utopie und kunsttheoretischem Manifest oszilliert. Seine Nähe zu Architekten wie Bruno Taut und sein Glaube an die kulturelle Erneuerung durch Licht, Glas und Farbe prägen dieses Buch unmittelbar. Die spielerische Handlung dient daher auch als Vehikel einer ernsthaften Reformästhetik. Empfohlen sei dieser Roman allen Leserinnen und Lesern, die literarische Avantgarde nicht nur als Stilbruch, sondern als Denkform verstehen möchten. Scheerbart bietet ein überraschend aktuelles Buch über Design, Geschlechterrollen, Wahrnehmung und die Frage, wie gebaute Räume das Leben verändern können.
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