Das Ich und die Dämonien
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Beschrijving
Bol
Das Ich und die Dämonien entfaltet eine gelehrte Untersuchung der Kräfte, die das bewusste Selbst bedrängen, formen und bisweilen übersteigen. Schleich verbindet psychologische Beobachtung, naturwissenschaftliche Spekulation und essayistische Prosa zu einem Werk an der Schwelle zwischen Fin de Siècle, Lebensphilosophie und früher Tiefenpsychologie. Die "Dämonien" erscheinen dabei weniger als Aberglaube denn als Metaphern innerer Triebe, Suggestionen, Krankheiten und schöpferischer Besessenheiten. Karl Ludwig Schleich, Chirurg, Erfinder der Infiltrationsanästhesie und zugleich ein vielgelesener Schriftsteller, bringt in dieses Buch die doppelte Autorität des Arztes und des Kulturbeobachters ein. Seine Erfahrung mit Schmerz, Narkose, Nervosität und ärztlicher Grenzsituation schärfte seinen Blick für die Fragilität des Ichs. Aus dem medizinischen Alltag heraus entwickelte er ein Denken, das Körper, Seele und Sprache nicht trennt, sondern in produktiver Spannung betrachtet. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die an der Geschichte psychologischer Ideen, an medizinischer Anthropologie und an anspruchsvoller Essayistik interessiert sind. Es bietet keine systematische Theorie im modernen Sinn, wohl aber ein anregendes Panorama jener Mächte, aus denen Persönlichkeit, Kunst und Krise entstehen.
Das Ich und die Dämonien entfaltet eine gelehrte Untersuchung der Kräfte, die das bewusste Selbst bedrängen, formen und bisweilen übersteigen. Schleich verbindet psychologische Beobachtung, naturwissenschaftliche Spekulation und essayistische Prosa zu einem Werk an der Schwelle zwischen Fin de Siècle, Lebensphilosophie und früher Tiefenpsychologie. Die "Dämonien" erscheinen dabei weniger als Aberglaube denn als Metaphern innerer Triebe, Suggestionen, Krankheiten und schöpferischer Besessenheiten. Karl Ludwig Schleich, Chirurg, Erfinder der Infiltrationsanästhesie und zugleich ein vielgelesener Schriftsteller, bringt in dieses Buch die doppelte Autorität des Arztes und des Kulturbeobachters ein. Seine Erfahrung mit Schmerz, Narkose, Nervosität und ärztlicher Grenzsituation schärfte seinen Blick für die Fragilität des Ichs. Aus dem medizinischen Alltag heraus entwickelte er ein Denken, das Körper, Seele und Sprache nicht trennt, sondern in produktiver Spannung betrachtet. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die an der Geschichte psychologischer Ideen, an medizinischer Anthropologie und an anspruchsvoller Essayistik interessiert sind. Es bietet keine systematische Theorie im modernen Sinn, wohl aber ein anregendes Panorama jener Mächte, aus denen Persönlichkeit, Kunst und Krise entstehen.