Das kalte Herz: Ein Kunstmärchen aus dem Schwarzwald
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Bol
Wilhelm Hauffs Kunstmärchen "Das kalte Herz" entfaltet im Schwarzwald die Geschichte des armen Köhlers Peter Munk, der zwischen bescheidener Arbeit, sozialem Ehrgeiz und dämonischer Verführung zerrieben wird. In der Begegnung mit dem Glasmännlein und dem Holländer-Michel verbindet Hauff volksmärchenhafte Motive mit romantischer Symbolik und frührealistischer Gesellschaftskritik. Die klare, zugleich suggestive Prosa macht das Herz zum moralischen und ökonomischen Leitbild einer Welt, in der Reichtum seelische Versteinerung bedeuten kann. Hauff, 1802 in Stuttgart geboren und bereits 1827 verstorben, gehört zu den prägnantesten Erzählern der schwäbischen Spätromantik. Seine literarische Bildung, seine Tätigkeit als Hauslehrer und Redakteur sowie sein Interesse an mündlicher Überlieferung und zeitgenössischen Umbrüchen prägten dieses Märchen. "Das kalte Herz" spiegelt die Erfahrung einer Epoche, in der traditionelle Handwerke, regionale Identitäten und bürgerliche Aufstiegsfantasien unter neuen ökonomischen Druck gerieten. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die Märchen nicht als bloße Kinderliteratur, sondern als verdichtete Kulturdiagnose verstehen. Hauffs Erzählung bietet Spannung, poetische Anschaulichkeit und eine bis heute gültige Reflexion über Gier, Entfremdung und Gewissen. Gerade ihre scheinbare Einfachheit macht sie zu einem Klassiker von bemerkenswerter Deutungstiefe.
Wilhelm Hauffs Kunstmärchen "Das kalte Herz" entfaltet im Schwarzwald die Geschichte des armen Köhlers Peter Munk, der zwischen bescheidener Arbeit, sozialem Ehrgeiz und dämonischer Verführung zerrieben wird. In der Begegnung mit dem Glasmännlein und dem Holländer-Michel verbindet Hauff volksmärchenhafte Motive mit romantischer Symbolik und frührealistischer Gesellschaftskritik. Die klare, zugleich suggestive Prosa macht das Herz zum moralischen und ökonomischen Leitbild einer Welt, in der Reichtum seelische Versteinerung bedeuten kann. Hauff, 1802 in Stuttgart geboren und bereits 1827 verstorben, gehört zu den prägnantesten Erzählern der schwäbischen Spätromantik. Seine literarische Bildung, seine Tätigkeit als Hauslehrer und Redakteur sowie sein Interesse an mündlicher Überlieferung und zeitgenössischen Umbrüchen prägten dieses Märchen. "Das kalte Herz" spiegelt die Erfahrung einer Epoche, in der traditionelle Handwerke, regionale Identitäten und bürgerliche Aufstiegsfantasien unter neuen ökonomischen Druck gerieten. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die Märchen nicht als bloße Kinderliteratur, sondern als verdichtete Kulturdiagnose verstehen. Hauffs Erzählung bietet Spannung, poetische Anschaulichkeit und eine bis heute gültige Reflexion über Gier, Entfremdung und Gewissen. Gerade ihre scheinbare Einfachheit macht sie zu einem Klassiker von bemerkenswerter Deutungstiefe.
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