Die Publikation ist Teil eines autorenbezogenen Konzepts, das darauf abzielt, den zukunftsweisenden Charakter von Lessings theoretischen Ideen im Bereich des Dramas und des szenischen Schaffens für die weitere Entwicklung der Kunsttheorie und der künstlerischen Praxis aufzuzeigen. Im ersten Abschnitt werden die Ansichten des Wissenschaftlers zum Verhältnis von historischer und künstlerischer Wahrheit in der Dramaturgie beleuchtet und die theoretischen Projektionen dieses Aspekts im ästhetisch-kunstwissenschaftlichen Denken des 19. bis 21. Jahrhunderts nachgezeichnet. Der zweite Abschnitt widmet sich der Analyse von Lessings Ansichten zur Bedeutung volkstümlicher Figuren für die Entwicklung des deutschen Theaters; die entsprechenden Ansichten von Jean-Paul und K. Rosenkranz werden analysiert, was wesentlich zur Konzeptualisierung des Problems beigetragen hat. Der dritte Abschnitt basiert auf einem Vergleich von Studien, die sich mit der Deutung der Zeichentheorie des Gelehrten befassen. Der Autor untersucht die Sichtweise auf den semantischen Aspekt von Herders, Ingardens und Basins Traktat "Laokoon" und deckt dabei den strittigen Punkt seiner Interpretation in den Forschungen des 20. Jahrhunderts auf. Im vierten Abschnitt wird Lessings Definition des Unterschieds zwischen den Zeichen, die von den räumlichen und zeitlichen Künsten verwendet werden, sowie deren Vereinigung im räumlich-zeitlichen Kontinuum betrachtet.
AmazonPagina's: 64, Paperback, Verlag Unser Wissen
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