Das Buch hat zum Ziel, die historisch geprägte Dramaturgie des zeitgenössischen portugiesischen Theaterwissenschaftlers Jaime Gralheiro zu untersuchen. Zu diesem Zweck werden theoretische Konzepte vorgestellt, die der portugiesischen Psyche innewohnen, wie Geschichte, Erinnerung und Identität, um zu überprüfen, wie sich diese Themen in Gralheiros Weltanschauung widerspiegeln. Anschließend wird das oben genannte Werk des Autors unter dem Gesichtspunkt der Intertextualität analysiert, deren Leitmotiv portugiesische historische Fakten und/oder Persönlichkeiten sind, die in ihrer Zeit, geprägt vom Salazar-Regime, aber auch in den Jahren nach der Nelkenrevolution, neu interpretiert werden. Auf diese Weise soll letztlich aufgezeigt werden, dass Gralheiras Dramatik Beziehungen zur Erinnerung an die Vergangenheit herstellt, ohne zu vergessen, diese in die Zukunft zu projizieren.
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