Das Wirtshaus im Spessart

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Bol Das Wirtshaus im Spessart, der abschließende Rahmenzyklus in Wilhelm Hauffs Märchen-Almanach auf das Jahr 1828, verbindet Räuber- und Reiseerzählung mit kunstvoll verschachtelten Binnenmärchen. In der nächtlichen Herberge, bedroht von einer Räuberbande, erzählen sich adelige und bürgerliche Figuren Geschichten, deren Ton zwischen Schauer, Ironie, Sentimentalität und orientalisch gefärbter Phantastik wechselt. Hauff nutzt die gesellige Erzählsituation, um Angst in Sprache zu bannen und die romantische Märchentradition in die prosaische Wirklichkeit des Vormärz zu übersetzen. Wilhelm Hauff (1802-1827), in Stuttgart geboren, war Theologe, Hauslehrer und Redakteur; seine kurze Laufbahn fiel in eine Zeit intensiver literarischer Marktbildung. Seine Vertrautheit mit schwäbischen Landschaften, höfischer Bildung, populären Räuberstoffen und der Erzählkunst der Romantik prägt dieses Buch. Gerade die Verbindung von Unterhaltungsliteratur und feiner Gesellschaftsbeobachtung erklärt, warum Hauff das Märchen als modernes, bewegliches Medium begriff. Empfohlen sei Das Wirtshaus im Spessart Lesern, die klassische deutsche Prosa nicht als musealen Besitz, sondern als lebendige Erzählkunst entdecken möchten. Das Buch bietet Spannung, formale Raffinesse und kulturgeschichtliche Einsicht zugleich und zeigt, wie Geschichten Gemeinschaft stiften, Hierarchien verschieben und Wirklichkeit verwandeln.

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Das Wirtshaus im Spessart, der abschließende Rahmenzyklus in Wilhelm Hauffs Märchen-Almanach auf das Jahr 1828, verbindet Räuber- und Reiseerzählung mit kunstvoll verschachtelten Binnenmärchen. In der nächtlichen Herberge, bedroht von einer Räuberbande, erzählen sich adelige und bürgerliche Figuren Geschichten, deren Ton zwischen Schauer, Ironie, Sentimentalität und orientalisch gefärbter Phantastik wechselt. Hauff nutzt die gesellige Erzählsituation, um Angst in Sprache zu bannen und die romantische Märchentradition in die prosaische Wirklichkeit des Vormärz zu übersetzen. Wilhelm Hauff (1802-1827), in Stuttgart geboren, war Theologe, Hauslehrer und Redakteur; seine kurze Laufbahn fiel in eine Zeit intensiver literarischer Marktbildung. Seine Vertrautheit mit schwäbischen Landschaften, höfischer Bildung, populären Räuberstoffen und der Erzählkunst der Romantik prägt dieses Buch. Gerade die Verbindung von Unterhaltungsliteratur und feiner Gesellschaftsbeobachtung erklärt, warum Hauff das Märchen als modernes, bewegliches Medium begriff. Empfohlen sei Das Wirtshaus im Spessart Lesern, die klassische deutsche Prosa nicht als musealen Besitz, sondern als lebendige Erzählkunst entdecken möchten. Das Buch bietet Spannung, formale Raffinesse und kulturgeschichtliche Einsicht zugleich und zeigt, wie Geschichten Gemeinschaft stiften, Hierarchien verschieben und Wirklichkeit verwandeln.


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  • 9788027364169
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