Der Bau auf fremdem Boden im deutschen und englischen Recht: Klassische Probleme des Zivilrechts aus rechtsvergleichender Sicht

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Bol Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht, Note: 10 Punkte, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Fachbereich 01 - Rechtswissenschaften), Veranstaltung: Klassische Probleme des Zivilrechts aus rechtsvergleichender Sicht, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit untersucht das sachenrechtliche Problem des Überbaus aus rechtsvergleichender Perspektive anhand der deutschen und der britischen Rechtsordnung. Einleitend werden die wesentlichen drei Erscheinungsformen des Bauens auf fremdem Boden skizziert. Im Rahmen der Länderberichte wird die jeweilige Lösung des Problems ausführlich dargestellt. Dabei ist jeweils zunächst auf der sachenrechtlichen Ebene die Eigentumslage sowohl am Überbau als auch an dem überbauten Grundstücksteil zu beleuchten: Im deutschen Recht sind dabei die Regelungen der §§ 93 ff. BGB sowie die Figur des entschuldigten Überbaus gem. § 912 II 2 BGB zu behandeln. Im englischen Recht ist parallel zwischen "fixtures" und "chattels" zu unterscheiden. Auf der Ebene des finanziellen Ausgleichs wird im deutschen Recht die Sperrwirkung des Verwendungsregimes im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis gem. §§ 994 ff. BGB gegenüber der ungerechtfertigten Bereicherung gem. §§ 951, 812 ff. BGB als zentrales Problem der Konstellation identifiziert. Darin zeigt sich eine strukturelle Schwäche der Ausgestaltung des EBV im deutschen Recht, welche an der unbilligen Rechtsfolge für den Erbauer in dieser Konstellation bildhaft deutlich wird. Im englischen Recht ist zunächst die Rechtsfigur der "estoppel" zu betrachten. Die Fälle Inwards v Baker (1965) und Taylors Fashion Ltd. v Liverpool Trustees Co. (1982) dienen als Anschauungsbeispiel. Weiterhin wird auf die Figur der "unjust enrichment" mit ihrem Anwendungsfall Blue Haven Enterprise Ltd v Tully (2006) beleuchtet. Die vergleichende Betrachtung der wesentlichen Eckpunkte der Lösung beider Rechtsordnungen führt schließlich zu der Frage ob das EBV in seiner gegenwärtigen Form noch sachgerecht ist und welche Konsequenzen sich aus einer möglichen Abschaffung ergeben.

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Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht, Note: 10 Punkte, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Fachbereich 01 - Rechtswissenschaften), Veranstaltung: Klassische Probleme des Zivilrechts aus rechtsvergleichender Sicht, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit untersucht das sachenrechtliche Problem des Überbaus aus rechtsvergleichender Perspektive anhand der deutschen und der britischen Rechtsordnung. Einleitend werden die wesentlichen drei Erscheinungsformen des Bauens auf fremdem Boden skizziert. Im Rahmen der Länderberichte wird die jeweilige Lösung des Problems ausführlich dargestellt. Dabei ist jeweils zunächst auf der sachenrechtlichen Ebene die Eigentumslage sowohl am Überbau als auch an dem überbauten Grundstücksteil zu beleuchten: Im deutschen Recht sind dabei die Regelungen der §§ 93 ff. BGB sowie die Figur des entschuldigten Überbaus gem. § 912 II 2 BGB zu behandeln. Im englischen Recht ist parallel zwischen "fixtures" und "chattels" zu unterscheiden. Auf der Ebene des finanziellen Ausgleichs wird im deutschen Recht die Sperrwirkung des Verwendungsregimes im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis gem. §§ 994 ff. BGB gegenüber der ungerechtfertigten Bereicherung gem. §§ 951, 812 ff. BGB als zentrales Problem der Konstellation identifiziert. Darin zeigt sich eine strukturelle Schwäche der Ausgestaltung des EBV im deutschen Recht, welche an der unbilligen Rechtsfolge für den Erbauer in dieser Konstellation bildhaft deutlich wird. Im englischen Recht ist zunächst die Rechtsfigur der "estoppel" zu betrachten. Die Fälle Inwards v Baker (1965) und Taylors Fashion Ltd. v Liverpool Trustees Co. (1982) dienen als Anschauungsbeispiel. Weiterhin wird auf die Figur der "unjust enrichment" mit ihrem Anwendungsfall Blue Haven Enterprise Ltd v Tully (2006) beleuchtet. Die vergleichende Betrachtung der wesentlichen Eckpunkte der Lösung beider Rechtsordnungen führt schließlich zu der Frage ob das EBV in seiner gegenwärtigen Form noch sachgerecht ist und welche Konsequenzen sich aus einer möglichen Abschaffung ergeben.


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  • 9783389164181
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