Der Doppelgänger des Herrn Schnepfe: Kriminalroman
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Beschrijving
Bol
Der Doppelgänger des Herrn Schnepfe entfaltet, schon im Titel programmatisch, eine Erzählung über Identität, Verwechslung und die beunruhigende Spaltung bürgerlicher Selbstgewissheit. Carl Schüler knüpft damit an ein zentrales Motiv der deutschsprachigen Literatur an: den Doppelgänger als Figur des Komischen, Unheimlichen und Erkenntniskritischen. Der mutmaßlich präzise, ironisch zugespitzte Stil erlaubt es, soziale Fassaden ebenso sichtbar zu machen wie die inneren Risse einer scheinbar geordneten Welt. Über Carl Schüler lässt sich aus dem vorliegenden Werk vor allem ein Autor erkennen, der mit literarischen Traditionen bewusst umgeht und sie in eine pointierte erzählerische Form überführt. Die Wahl eines Namens wie Schnepfe, zugleich konkret und leicht karikierend, deutet auf ein feines Gespür für sprachliche Charakterisierung. Schüler dürfte weniger an bloßer Sensation interessiert sein als an der Frage, wie leicht ein Mensch durch Spiegelung, Verdopplung oder öffentliche Zuschreibung aus seiner vertrauten Rolle gerät. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die hinter einer möglicherweise humorvollen Oberfläche eine scharfsinnige Untersuchung von Person, Maske und gesellschaftlicher Wahrnehmung suchen. Wer klassische Doppelgängerstoffe schätzt und zugleich Freude an prägnanter Figurenzeichnung hat, findet hier ein Werk, das Unterhaltung mit literarischer Reflexion verbindet.
Der Doppelgänger des Herrn Schnepfe entfaltet, schon im Titel programmatisch, eine Erzählung über Identität, Verwechslung und die beunruhigende Spaltung bürgerlicher Selbstgewissheit. Carl Schüler knüpft damit an ein zentrales Motiv der deutschsprachigen Literatur an: den Doppelgänger als Figur des Komischen, Unheimlichen und Erkenntniskritischen. Der mutmaßlich präzise, ironisch zugespitzte Stil erlaubt es, soziale Fassaden ebenso sichtbar zu machen wie die inneren Risse einer scheinbar geordneten Welt. Über Carl Schüler lässt sich aus dem vorliegenden Werk vor allem ein Autor erkennen, der mit literarischen Traditionen bewusst umgeht und sie in eine pointierte erzählerische Form überführt. Die Wahl eines Namens wie Schnepfe, zugleich konkret und leicht karikierend, deutet auf ein feines Gespür für sprachliche Charakterisierung. Schüler dürfte weniger an bloßer Sensation interessiert sein als an der Frage, wie leicht ein Mensch durch Spiegelung, Verdopplung oder öffentliche Zuschreibung aus seiner vertrauten Rolle gerät. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die hinter einer möglicherweise humorvollen Oberfläche eine scharfsinnige Untersuchung von Person, Maske und gesellschaftlicher Wahrnehmung suchen. Wer klassische Doppelgängerstoffe schätzt und zugleich Freude an prägnanter Figurenzeichnung hat, findet hier ein Werk, das Unterhaltung mit literarischer Reflexion verbindet.
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