Der gelüftete Vorhang: Lauras Erziehung
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Der gelüftete Vorhang ist ein Schlüsseltext der französischen libertinen Literatur des 18. Jahrhunderts: eine Erzählung der erotischen Initiation, in der Bildung, Begehren und Macht untrennbar verschränkt erscheinen. Hinter der scheinbar skandalösen Oberfläche steht ein aufklärerisches Interesse an Körper, Moral und gesellschaftlicher Heuchelei. Der Stil verbindet sinnliche Direktheit mit analytischer Kälte; das Werk gehört in den Kontext jener vorrevolutionären Prosa, die Autorität, Kirche und Konvention durch die Darstellung verbotener Erfahrung unterläuft. Honoré-Gabriel de Riqueti, comte de Mirabeau, war nicht nur einer der glänzendsten Redner der Französischen Revolution, sondern auch ein von Skandalen, Gefängnisaufenthalten und intellektueller Unruhe geprägter Aristokrat. Seine Auseinandersetzung mit Zensur, Ehegesetzgebung, persönlicher Freiheit und sozialer Doppelmoral bildet den biographischen Hintergrund dieses Textes. Gerade Mirabeaus eigene Konflikte mit Familie, Staat und öffentlicher Moral erklären die Schärfe, mit der hier bürgerliche Tugendmasken befragt werden. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die libertine Literatur nicht bloß als Kuriosität, sondern als historisches Dokument der Aufklärung verstehen möchten. Es fordert kritische Distanz, belohnt aber mit Einblicken in die dunkleren Energien einer Epoche, die Freiheit versprach und ihre Grenzen zugleich sichtbar machte.
Der gelüftete Vorhang ist ein Schlüsseltext der französischen libertinen Literatur des 18. Jahrhunderts: eine Erzählung der erotischen Initiation, in der Bildung, Begehren und Macht untrennbar verschränkt erscheinen. Hinter der scheinbar skandalösen Oberfläche steht ein aufklärerisches Interesse an Körper, Moral und gesellschaftlicher Heuchelei. Der Stil verbindet sinnliche Direktheit mit analytischer Kälte; das Werk gehört in den Kontext jener vorrevolutionären Prosa, die Autorität, Kirche und Konvention durch die Darstellung verbotener Erfahrung unterläuft. Honoré-Gabriel de Riqueti, comte de Mirabeau, war nicht nur einer der glänzendsten Redner der Französischen Revolution, sondern auch ein von Skandalen, Gefängnisaufenthalten und intellektueller Unruhe geprägter Aristokrat. Seine Auseinandersetzung mit Zensur, Ehegesetzgebung, persönlicher Freiheit und sozialer Doppelmoral bildet den biographischen Hintergrund dieses Textes. Gerade Mirabeaus eigene Konflikte mit Familie, Staat und öffentlicher Moral erklären die Schärfe, mit der hier bürgerliche Tugendmasken befragt werden. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die libertine Literatur nicht bloß als Kuriosität, sondern als historisches Dokument der Aufklärung verstehen möchten. Es fordert kritische Distanz, belohnt aber mit Einblicken in die dunkleren Energien einer Epoche, die Freiheit versprach und ihre Grenzen zugleich sichtbar machte.
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