Der Hauptmann von Köpenick

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Bol Der Hauptmann von Köpenick gestaltet die berühmte Affäre um den Schuster Wilhelm Voigt, der 1906 in geliehener Uniform die preußische Amtswelt überlistete, als prägnante Studie über Autorität, Gehorsam und soziale Ausgrenzung. Wilhelm Schäfer nähert sich dem Stoff mit der Konzentration des Novellisten: knappe Szenen, scharf konturierte Figuren und ein ironisch-nüchterner Ton legen die Mechanik eines Staates frei, in dem das Zeichen der Macht oft stärker wirkt als Recht und Vernunft. Im literarischen Kontext steht der Text zwischen historischer Anekdote, Gesellschaftssatire und kulturkritischer Prosa des frühen 20. Jahrhunderts. Schäfer, 1868 geboren und als Erzähler wie Herausgeber im rheinisch-deutschen Literaturleben präsent, interessierte sich besonders für geschichtliche Stoffe, in denen sich kollektive Mentalitäten verdichten. Seine Nähe zur anekdotischen Form und sein Blick für bürgerliche Ordnungsvorstellungen erklären, weshalb ihn der Köpenicker Vorfall reizen musste: Er bot ein exemplarisches Bild der wilhelminischen Gesellschaft und ihrer Verehrung militärischer Rangzeichen. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die historische Begebenheiten nicht bloß als Kuriositäten, sondern als Schlüssel zur politischen Kultur verstehen möchten. Schäfers Darstellung verbindet erzählerische Ökonomie mit analytischer Schärfe und macht sichtbar, wie komisch und beunruhigend staatliche Autorität zugleich sein kann.

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Der Hauptmann von Köpenick gestaltet die berühmte Affäre um den Schuster Wilhelm Voigt, der 1906 in geliehener Uniform die preußische Amtswelt überlistete, als prägnante Studie über Autorität, Gehorsam und soziale Ausgrenzung. Wilhelm Schäfer nähert sich dem Stoff mit der Konzentration des Novellisten: knappe Szenen, scharf konturierte Figuren und ein ironisch-nüchterner Ton legen die Mechanik eines Staates frei, in dem das Zeichen der Macht oft stärker wirkt als Recht und Vernunft. Im literarischen Kontext steht der Text zwischen historischer Anekdote, Gesellschaftssatire und kulturkritischer Prosa des frühen 20. Jahrhunderts. Schäfer, 1868 geboren und als Erzähler wie Herausgeber im rheinisch-deutschen Literaturleben präsent, interessierte sich besonders für geschichtliche Stoffe, in denen sich kollektive Mentalitäten verdichten. Seine Nähe zur anekdotischen Form und sein Blick für bürgerliche Ordnungsvorstellungen erklären, weshalb ihn der Köpenicker Vorfall reizen musste: Er bot ein exemplarisches Bild der wilhelminischen Gesellschaft und ihrer Verehrung militärischer Rangzeichen. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die historische Begebenheiten nicht bloß als Kuriositäten, sondern als Schlüssel zur politischen Kultur verstehen möchten. Schäfers Darstellung verbindet erzählerische Ökonomie mit analytischer Schärfe und macht sichtbar, wie komisch und beunruhigend staatliche Autorität zugleich sein kann.

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Pagina's: 204, Paperback, Sharp Ink


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Merk Sharp Ink
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  • 9788028372262
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