Der Krieg im Westen: Kriegsbericht aus Frankreich
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Bol
Bernhard Kellermanns Der Krieg im Westen ist ein zeitnahes Zeugnis des Ersten Weltkriegs, das Eindrücke von der Westfront in eine literarisch geformte Reportage überführt. Schützengräben, zerstörte Landschaften, marschierende Kolonnen und die technische Organisation des modernen Krieges erscheinen in einer Prosa, die beobachtende Genauigkeit mit pathetischer Verdichtung verbindet. Im Kontext der Kriegsliteratur von 1914/15 steht das Buch zwischen patriotischer Zeitstimme, journalistischem Frontbericht und frühem Versuch, die neue, maschinenhafte Gewalt des Krieges sprachlich zu fassen. Kellermann, 1879 geboren, war bereits vor dem Krieg ein erfolgreicher Erzähler, dessen Roman Der Tunnel seine Faszination für Technik, Masse und Fortschritt berühmt machte. Als weitgereister Schriftsteller und publizistischer Beobachter brachte er eine besondere Sensibilität für Räume, Bewegungen und moderne Infrastruktur mit. Gerade diese Voraussetzungen erklären, warum ihn die Westfront nicht nur als nationales Ereignis, sondern auch als dramatische Bewährungsprobe der industriellen Zivilisation beschäftigte. Empfohlen sei das Buch Lesern, die historische Kriegsliteratur nicht nur als Dokument, sondern als Form zeitgenössischer Wahrnehmung verstehen wollen. Es bietet keinen nüchternen Abstand späterer Analysen, wohl aber unmittelbare sprachliche Energie und aufschlussreiche Einblicke in Mentalität, Ästhetik und Selbstdeutung seiner Epoche.
Bernhard Kellermanns Der Krieg im Westen ist ein zeitnahes Zeugnis des Ersten Weltkriegs, das Eindrücke von der Westfront in eine literarisch geformte Reportage überführt. Schützengräben, zerstörte Landschaften, marschierende Kolonnen und die technische Organisation des modernen Krieges erscheinen in einer Prosa, die beobachtende Genauigkeit mit pathetischer Verdichtung verbindet. Im Kontext der Kriegsliteratur von 1914/15 steht das Buch zwischen patriotischer Zeitstimme, journalistischem Frontbericht und frühem Versuch, die neue, maschinenhafte Gewalt des Krieges sprachlich zu fassen. Kellermann, 1879 geboren, war bereits vor dem Krieg ein erfolgreicher Erzähler, dessen Roman Der Tunnel seine Faszination für Technik, Masse und Fortschritt berühmt machte. Als weitgereister Schriftsteller und publizistischer Beobachter brachte er eine besondere Sensibilität für Räume, Bewegungen und moderne Infrastruktur mit. Gerade diese Voraussetzungen erklären, warum ihn die Westfront nicht nur als nationales Ereignis, sondern auch als dramatische Bewährungsprobe der industriellen Zivilisation beschäftigte. Empfohlen sei das Buch Lesern, die historische Kriegsliteratur nicht nur als Dokument, sondern als Form zeitgenössischer Wahrnehmung verstehen wollen. Es bietet keinen nüchternen Abstand späterer Analysen, wohl aber unmittelbare sprachliche Energie und aufschlussreiche Einblicke in Mentalität, Ästhetik und Selbstdeutung seiner Epoche.
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