Der Schrei
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Beschrijving
Bol
"Der Schrei" entfaltet eine düstere Seelenlandschaft, in der äußere Handlung und innere Katastrophe unauflöslich ineinandergreifen. Przybyszewski gestaltet den Schrei nicht bloß als Laut, sondern als Chiffre existenzieller Entblößung: Angst, Begehren, Schuld und metaphysische Vereinsamung brechen in einer nervös verdichteten Prosa hervor. Stilistisch steht das Werk zwischen Fin de Siècle, Symbolismus und frühexpressionistischer Erregung; es sucht weniger realistische Abbildung als die Offenlegung des Abgrunds unter der bürgerlichen Oberfläche. Stanislaw Przybyszewski, 1868 in der preußischen Provinz Posen geboren, schrieb auf Deutsch und Polnisch und wurde zu einer Schlüsselfigur der europäischen Bohème. Seine Erfahrungen in Berlin, Krakau und München, seine Nähe zu Künstlerkreisen, seine Beschäftigung mit Nietzsche, Psychologie, Erotik, Okkultismus und dem Konzept der "nackten Seele" prägen auch dieses Buch. Der Autor verwandelt persönliche und epochale Krisenerfahrung in eine radikale Ästhetik des Inneren. Empfohlen sei "Der Schrei" Lesern, die Literatur als Grenzerfahrung verstehen: nicht als gefällige Erzählung, sondern als intensive Untersuchung des modernen Subjekts. Wer die dunklen Übergänge von Dekadenz zu Expressionismus, von Seelenanalyse zu Sprachrausch nachvollziehen möchte, findet hier ein eindringliches, herausforderndes und historisch aufschlussreiches Werk.
"Der Schrei" entfaltet eine düstere Seelenlandschaft, in der äußere Handlung und innere Katastrophe unauflöslich ineinandergreifen. Przybyszewski gestaltet den Schrei nicht bloß als Laut, sondern als Chiffre existenzieller Entblößung: Angst, Begehren, Schuld und metaphysische Vereinsamung brechen in einer nervös verdichteten Prosa hervor. Stilistisch steht das Werk zwischen Fin de Siècle, Symbolismus und frühexpressionistischer Erregung; es sucht weniger realistische Abbildung als die Offenlegung des Abgrunds unter der bürgerlichen Oberfläche. Stanislaw Przybyszewski, 1868 in der preußischen Provinz Posen geboren, schrieb auf Deutsch und Polnisch und wurde zu einer Schlüsselfigur der europäischen Bohème. Seine Erfahrungen in Berlin, Krakau und München, seine Nähe zu Künstlerkreisen, seine Beschäftigung mit Nietzsche, Psychologie, Erotik, Okkultismus und dem Konzept der "nackten Seele" prägen auch dieses Buch. Der Autor verwandelt persönliche und epochale Krisenerfahrung in eine radikale Ästhetik des Inneren. Empfohlen sei "Der Schrei" Lesern, die Literatur als Grenzerfahrung verstehen: nicht als gefällige Erzählung, sondern als intensive Untersuchung des modernen Subjekts. Wer die dunklen Übergänge von Dekadenz zu Expressionismus, von Seelenanalyse zu Sprachrausch nachvollziehen möchte, findet hier ein eindringliches, herausforderndes und historisch aufschlussreiches Werk.
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