Der Spieler
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Beschrijving
Bol
Der Spieler, 1866 in äußerer Bedrängnis diktiert, ist eine konzentrierte Studie über Leidenschaft, Geld und Selbstentfremdung. Im fiktiven Kurort Roulettenburg entfaltet Dostojewski um den Hauslehrer Alexej Iwanowitsch ein psychologisches Kammerspiel, in dem Liebe, soziale Demütigung und Spielsucht einander wechselseitig steigern. Der knappe, nervöse Stil, die Ich-Perspektive und die dramatisch verdichteten Dialoge verorten den Roman zwischen realistischer Gesellschaftsanalyse und existenzieller Innenforschung. Fjodor Michailowitsch Dostojewski kannte die Abgründe, die er beschreibt, aus eigener Erfahrung: Schulden, europäische Spielsäle, prekäre Abhängigkeiten von Verlegern und die genaue Beobachtung gesellschaftlicher Hierarchien prägten seine Arbeit. Seine Biographie nach Haft, Verbannung und Rückkehr in die literarische Öffentlichkeit schärfte den Blick für Menschen, deren Freiheit durch Zwang, Begehren und Selbsttäuschung bedroht ist. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die keinen bloßen Abenteuer- oder Sittenroman erwarten, sondern eine brillante Analyse moderner Abhängigkeit. Der Spieler zeigt mit seltener Präzision, wie Hoffnung zur Obsession wird und wie ökonomische Spekulation intime Beziehungen vergiftet. Gerade in seiner Kürze offenbart der Roman Dostojewskis außergewöhnliche Fähigkeit, gesellschaftliche Mechanismen in seelische Dramen zu verwandeln.
Der Spieler, 1866 in äußerer Bedrängnis diktiert, ist eine konzentrierte Studie über Leidenschaft, Geld und Selbstentfremdung. Im fiktiven Kurort Roulettenburg entfaltet Dostojewski um den Hauslehrer Alexej Iwanowitsch ein psychologisches Kammerspiel, in dem Liebe, soziale Demütigung und Spielsucht einander wechselseitig steigern. Der knappe, nervöse Stil, die Ich-Perspektive und die dramatisch verdichteten Dialoge verorten den Roman zwischen realistischer Gesellschaftsanalyse und existenzieller Innenforschung. Fjodor Michailowitsch Dostojewski kannte die Abgründe, die er beschreibt, aus eigener Erfahrung: Schulden, europäische Spielsäle, prekäre Abhängigkeiten von Verlegern und die genaue Beobachtung gesellschaftlicher Hierarchien prägten seine Arbeit. Seine Biographie nach Haft, Verbannung und Rückkehr in die literarische Öffentlichkeit schärfte den Blick für Menschen, deren Freiheit durch Zwang, Begehren und Selbsttäuschung bedroht ist. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die keinen bloßen Abenteuer- oder Sittenroman erwarten, sondern eine brillante Analyse moderner Abhängigkeit. Der Spieler zeigt mit seltener Präzision, wie Hoffnung zur Obsession wird und wie ökonomische Spekulation intime Beziehungen vergiftet. Gerade in seiner Kürze offenbart der Roman Dostojewskis außergewöhnliche Fähigkeit, gesellschaftliche Mechanismen in seelische Dramen zu verwandeln.