Der Spielmann
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Beschrijving
Bol
Friedrich Lienhards Der Spielmann entfaltet die Gestalt des fahrenden Sängers als dichterisches Sinnbild: Zwischen Kunst, Volkstradition und innerer Berufung sucht der Spielmann nach einer Sprache, die persönliche Erfahrung und gemeinschaftliches Gedächtnis verbindet. Der Text steht im Umfeld von Neuromantik und Heimatkunst, wendet sich gegen bloß naturalistische Milieuschilderung und bevorzugt eine symbolisch aufgeladene, musikalisch geführte Prosa, in der Landschaft, Lied und seelische Entwicklung eng ineinandergreifen. Lienhard, 1865 im Elsass geboren, war durch die kulturelle Grenzlage zwischen deutscher und französischer Prägung nachhaltig bestimmt. Seine literarischen und programmatischen Arbeiten kreisen um Fragen nationaler Identität, geistiger Erneuerung und der Bindung an Herkunftsräume. Gerade diese biographische Erfahrung erklärt die Aufmerksamkeit für Vermittlerfiguren wie den Spielmann: Künstler, Wanderer und Bewahrer volkstümlicher Überlieferung zugleich. Der Spielmann empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Handlung, sondern als kulturgeschichtliches Dokument verstehen möchten. Das Buch eröffnet einen Zugang zu ästhetischen Debatten um 1900 und zeigt, wie Dichtung als Mittel der Selbstvergewisserung, Erinnerung und Gemeinschaftsbildung gedacht werden konnte.
Friedrich Lienhards Der Spielmann entfaltet die Gestalt des fahrenden Sängers als dichterisches Sinnbild: Zwischen Kunst, Volkstradition und innerer Berufung sucht der Spielmann nach einer Sprache, die persönliche Erfahrung und gemeinschaftliches Gedächtnis verbindet. Der Text steht im Umfeld von Neuromantik und Heimatkunst, wendet sich gegen bloß naturalistische Milieuschilderung und bevorzugt eine symbolisch aufgeladene, musikalisch geführte Prosa, in der Landschaft, Lied und seelische Entwicklung eng ineinandergreifen. Lienhard, 1865 im Elsass geboren, war durch die kulturelle Grenzlage zwischen deutscher und französischer Prägung nachhaltig bestimmt. Seine literarischen und programmatischen Arbeiten kreisen um Fragen nationaler Identität, geistiger Erneuerung und der Bindung an Herkunftsräume. Gerade diese biographische Erfahrung erklärt die Aufmerksamkeit für Vermittlerfiguren wie den Spielmann: Künstler, Wanderer und Bewahrer volkstümlicher Überlieferung zugleich. Der Spielmann empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Handlung, sondern als kulturgeschichtliches Dokument verstehen möchten. Das Buch eröffnet einen Zugang zu ästhetischen Debatten um 1900 und zeigt, wie Dichtung als Mittel der Selbstvergewisserung, Erinnerung und Gemeinschaftsbildung gedacht werden konnte.
AmazonPagina's: 136, Paperback, Sharp Ink