Der Tempel

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Bol Der Tempel entfaltet eine konzentrierte Erzählung über die sakralisierten Mächte der bürgerlichen Gesellschaft: Besitz, Autorität, Frömmigkeit und soziale Anpassung. Der titelgebende Tempel erscheint weniger als bloßer Ort denn als Symbol einer Ordnung, die sich als moralisch unangreifbar ausgibt und doch auf Ausschluss, Abhängigkeit und Selbsttäuschung beruht. Zur Mühlens Prosa verbindet psychologische Beobachtung mit gesellschaftskritischer Schärfe; ihr Stil ist klar, ironisch grundiert und von jener politisch wachen Genauigkeit geprägt, die die Literatur der Zwischenkriegszeit und die sozial engagierte Moderne auszeichnet. Hermynia Zur Mühlen, 1883 in eine österreichisch-aristokratische Familie geboren, kannte die Welt der Privilegien aus nächster Nähe, wandte sich jedoch entschieden sozialistischen und antifaschistischen Positionen zu. Ihre Erfahrungen mit Standesdenken, patriarchaler Herrschaft, Krieg, Exil und ökonomischer Unsicherheit schärften ihren Blick für die Mechanismen gesellschaftlicher Unterwerfung. Als Übersetzerin, Erzählerin und Essayistin machte sie Literatur zu einem Instrument der Aufklärung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die an politisch reflektierter Prosa interessiert sind, die nicht belehrt, sondern enthüllt. Der Tempel ist ein präzises, geistreiches und weiterhin aktuelles Werk über Macht, Moral und die Zerbrechlichkeit vermeintlich heiliger Ordnungen.

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Der Tempel entfaltet eine konzentrierte Erzählung über die sakralisierten Mächte der bürgerlichen Gesellschaft: Besitz, Autorität, Frömmigkeit und soziale Anpassung. Der titelgebende Tempel erscheint weniger als bloßer Ort denn als Symbol einer Ordnung, die sich als moralisch unangreifbar ausgibt und doch auf Ausschluss, Abhängigkeit und Selbsttäuschung beruht. Zur Mühlens Prosa verbindet psychologische Beobachtung mit gesellschaftskritischer Schärfe; ihr Stil ist klar, ironisch grundiert und von jener politisch wachen Genauigkeit geprägt, die die Literatur der Zwischenkriegszeit und die sozial engagierte Moderne auszeichnet. Hermynia Zur Mühlen, 1883 in eine österreichisch-aristokratische Familie geboren, kannte die Welt der Privilegien aus nächster Nähe, wandte sich jedoch entschieden sozialistischen und antifaschistischen Positionen zu. Ihre Erfahrungen mit Standesdenken, patriarchaler Herrschaft, Krieg, Exil und ökonomischer Unsicherheit schärften ihren Blick für die Mechanismen gesellschaftlicher Unterwerfung. Als Übersetzerin, Erzählerin und Essayistin machte sie Literatur zu einem Instrument der Aufklärung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die an politisch reflektierter Prosa interessiert sind, die nicht belehrt, sondern enthüllt. Der Tempel ist ein präzises, geistreiches und weiterhin aktuelles Werk über Macht, Moral und die Zerbrechlichkeit vermeintlich heiliger Ordnungen.

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Pagina's: 88, Paperback, Sharp Ink


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Merk Sharp Ink
EAN
  • 9788028352684
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