Johann Nestroy: Der Zerrissene. Posse mit Gesang in drei Aufzügen Entstanden 1844. Erstdruck: Wien 1845. Uraufführung am 9.4.1844 in Wien. Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2018. Textgrundlage ist die Ausgabe: Johann Nestroy: Werke. Ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Oskar Maurus Fontana, München: Winkler, 1962. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Über den Autor: 1801 in Wien als Sohn eines Advokaten geboren, tritt Johann Nepomuk Nestroy 1818 erstmals als Opernsänger auf. Es folgen zahlreiche Engagements auch in Sprechrollen in Wien, Amsterdam, Brünn und Graz bis er 1831 im Theater an der Wien als Bühnenautor unter Vertrag steht und ab 1854 das Carl-Theater leitet. Sein pointierter Witz, die scharfe Satire und der funkelnde Humor machen ihn gemeinsam mit Ferdinand Raimund zum großen Vertreter der Altwiener Volkskomödie. Nestroy stirbt 1862 in Graz an einem Gehirnschlag, im Juni wird er unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Wien beerdigt.
Bol PartnerNestroys Posse "Der Zerrissene", die Bearbeitung eines Pariser Vaudevilles, wurde nach der Uraufführung von 1844 ein grandioser Erfolg und in Wien schon zu Nestroys Lebzeiten über hundertmal wiederholt. Sein Lips ist kein Weltschmerzler und eigentlich auch nicht blasiert. Er hat nur, verwöhnt durch seinen Reichtum, am Leben vorbeigelebt und braucht die Kur der Todesangst, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was er versäumt hat.
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