Dhoula Bel: Ein Rosenkreuzer Roman
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Bol
Dhoula Bel entfaltet sich als okkult-philosophischer Roman, in dem Abenteuerhandlung, visionäre Spekulation und esoterische Lehrrede ineinandergreifen. Im Zentrum steht die Faszination für verborgene Wahrnehmungsformen, magnetische Kräfte und das "magische" Instrumentarium einer Epoche, die Wissenschaft, Spiritualismus und orientalistische Imagination noch nicht strikt trennte. Randolphs Prosa verbindet melodramatische Spannung mit initiatorischer Symbolik; das Werk gehört damit in den literarischen Kontext des amerikanischen Spiritualismus und der populären Geheimwissenschaften des 19. Jahrhunderts. Paschal Beverly Randolph, 1825 geboren und 1875 gestorben, war eine außergewöhnliche Gestalt der amerikanischen Geistesgeschichte: afroamerikanischer Autor, Reisender, Redner, Spiritualist, Arzt und Rosenkreuzer. Seine Beschäftigung mit Mesmerismus, Hellsehen, Sexualmagie und reformerischer Selbsterziehung prägte sein Schreiben nachhaltig. Dhoula Bel lässt sich als literarische Verdichtung dieser Erfahrungen lesen: als Versuch, persönliche Erkenntnissuche, marginalisierte Identität und spekulative Kosmologie in eine erzählerische Form zu überführen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die sich für die Übergänge zwischen Literatur, Okkultismus und Wissenschaftsgeschichte interessieren. Es ist weniger als bloßer Unterhaltungsroman denn als kulturhistorisches Dokument zu lesen: eigentümlich, gelehrt, bisweilen befremdlich, aber gerade deshalb aufschlussreich für das Verständnis alternativer Moderneentwürfe.
Dhoula Bel entfaltet sich als okkult-philosophischer Roman, in dem Abenteuerhandlung, visionäre Spekulation und esoterische Lehrrede ineinandergreifen. Im Zentrum steht die Faszination für verborgene Wahrnehmungsformen, magnetische Kräfte und das "magische" Instrumentarium einer Epoche, die Wissenschaft, Spiritualismus und orientalistische Imagination noch nicht strikt trennte. Randolphs Prosa verbindet melodramatische Spannung mit initiatorischer Symbolik; das Werk gehört damit in den literarischen Kontext des amerikanischen Spiritualismus und der populären Geheimwissenschaften des 19. Jahrhunderts. Paschal Beverly Randolph, 1825 geboren und 1875 gestorben, war eine außergewöhnliche Gestalt der amerikanischen Geistesgeschichte: afroamerikanischer Autor, Reisender, Redner, Spiritualist, Arzt und Rosenkreuzer. Seine Beschäftigung mit Mesmerismus, Hellsehen, Sexualmagie und reformerischer Selbsterziehung prägte sein Schreiben nachhaltig. Dhoula Bel lässt sich als literarische Verdichtung dieser Erfahrungen lesen: als Versuch, persönliche Erkenntnissuche, marginalisierte Identität und spekulative Kosmologie in eine erzählerische Form zu überführen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die sich für die Übergänge zwischen Literatur, Okkultismus und Wissenschaftsgeschichte interessieren. Es ist weniger als bloßer Unterhaltungsroman denn als kulturhistorisches Dokument zu lesen: eigentümlich, gelehrt, bisweilen befremdlich, aber gerade deshalb aufschlussreich für das Verständnis alternativer Moderneentwürfe.
AmazonPagina's: 96, Paperback, Sharp Ink
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