Das Phänomen der weiblichen Kopflastträgerinnen in den großen Handelsstädten im Süden Ghanas ist zu einem sozialen Übel geworden. Dieses Buch untersuchte die Rolle, die der Zugang zu Kapital bei der Entscheidung von Frauen aus dem Norden Ghanas spielte, in den Süden zu ziehen, um dort als Kopflastträgerinnen auf der Straße zu arbeiten, mit dem Ziel, das Potenzial von Mikrofinanzierungen zur Umkehrung dieses Trends zu untersuchen. Anhand einer phänomenologischen Studie und gezielten halbstrukturierten Interviews mit 15 Migrantinnen, die in Accra (Ghana) als Trägerinnen arbeiten, zeigten die Ergebnisse, dass der mangelnde Zugang zu Kapital ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung von Migrantinnen ist, als Trägerinnen zu arbeiten. Außerdem ergab die Studie, dass Migrantinnen, die als Trägerinnen arbeiten, ein starkes Interesse an Kapital aus Mikrofinanzierungen haben, anstatt ihre Ersparnisse aus der Arbeit als Trägerinnen anzulegen. Die Implikationen für einen positiven sozialen Wandel umfassen die Aufklärung von Praktikern und politischen Entscheidungsträgern über die Bedeutung von Mikrofinanzierungen als mögliche Abhilfemaßnahme gegen das Phänomen der Arbeitsmigration von Frauen aus dem Norden in den Süden, das zum Kopflast-Syndrom und der damit verbundenen Degradierung von Frauen im Süden Ghanas führt. Es werden einige plausible politische Empfehlungen gegeben.
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