Die Begegnung zweier unterschiedlicher ethnischer Gruppen führt immer zu einer Veränderung für beide Seiten. Genau das geschah, als die amerikanischen Ureinwohner auf die Euro-Amerikaner trafen. Während positive kulturelle Verschmelzungen entstanden, verstärkte die Ablehnung von Unterschieden die Abneigung gegenüber "dem Anderen" und schuf Stereotypen. Die Nichtakzeptanz der kulturellen Identität der amerikanischen Ureinwohner durch die Weißen führte zur Schaffung des "White Indian", einer neuen Figur, die auf einer gleichzeitigen Idealisierung und Angst vor dem Anderen beruhte. Aber können ethnische Grenzen wirklich so tief sein? Forrest Carters "The Education of Little Tree" wirft einen Schatten auf die Existenz realer Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen. Sowohl im kulturellen als auch im literarischen Bereich vereint und spaltet die Suche nach Authentizität die öffentliche Meinung einmal mehr.
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