Die Philosophie hat lange Zeit das Banner des Universellen hochgehalten und behauptet, das Sein in seiner Gesamtheit zu erfassen. Doch sobald sie sich mit der Frau befasst, gerät dieses schöne Gebäude ins Wanken. Die Universalität wird dann fast systematisch durch reduzierende Erklärungen ersetzt: eine vereinfachte Biologie oder eine herablassende Spiritualität. Dieser Misserfolg ist kein Zufall. Er verrät etwas Wesentliches: Der Philosoph, wenn er denkt, stellt sich oft vor, ein neutrales, losgelöstes Bewusstsein zu verkörpern. In Wirklichkeit ist sein Blick historisch in einer Männlichkeit verankert, die für ihn so selbstverständlich ist, dass sie unsichtbar wird und nie in Frage gestellt wird."Der große Prozess des Vergessens" postuliert, dass die Sinnkrise der Moderne kein technisches Schicksal ist, sondern die Folge einer metaphysischen Amnesie. Durch den systematischen Ausschluss der weiblichen Perspektive aus der Konstruktion von Wissen hat die westliche Philosophie eine "akephale" und "entkörperte" Vernunft hervorgebracht, die nicht in der Lage ist, das Gewebe des Lebendigen zu bewahren. Das Buch schlägt vor, diese "verführerische Nichtigkeit" durch die Entstehung einer Philosophie der Integrität zu beheben.
AmazonPagina's: 248, Paperback, Verlag Unser Wissen
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