Die Geschichte Alexanders des Großen: Biografie

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Bol Johann Gustav Droysens Die Geschichte Alexanders des Großen entfaltet den makedonischen Eroberer nicht bloß als Feldherrn, sondern als weltgeschichtliche Scharnierfigur zwischen griechischer Poliswelt und hellenistischer Universalmonarchie. Auf breiter Quellenbasis - Arrian, Plutarch, Diodor, Curtius - verbindet Droysen erzählende Kraft mit analytischer Deutung: Schlachten, Hofpolitik und Städtegründungen erscheinen als Elemente eines umfassenden Kulturprozesses. Der Stil ist pathetisch, architektonisch und teleologisch; im Kontext des 19. Jahrhunderts begründet das Werk maßgeblich die moderne Alexander- und Hellenismusforschung. Droysen (1808-1884), klassischer Philologe, Historiker und politisch engagierter Liberaler, schrieb aus der Perspektive des deutschen Historismus. Seine Beschäftigung mit Antike, Staatsbildung und nationaler Einigung prägte den Blick auf Alexander als schöpferische Macht der Geschichte. Die Erfahrung politischer Zersplitterung in Deutschland, sein Interesse an Preußen und seine hermeneutische Methode ließen ihn in Alexanders Reichsbildung ein Problem von Ordnung, Führung und kultureller Synthese erkennen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die mehr suchen als eine Biographie des Eroberers. Es bietet ein bedeutendes Dokument historiographischer Kunst, dessen Urteile heute kritisch zu prüfen sind, dessen Fragestellungen aber fortwirken. Wer Alexander, den Hellenismus und die Entstehung moderner Geschichtsschreibung verstehen will, findet hier einen anspruchsvollen, geistig anregenden Klassiker.

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Johann Gustav Droysens Die Geschichte Alexanders des Großen entfaltet den makedonischen Eroberer nicht bloß als Feldherrn, sondern als weltgeschichtliche Scharnierfigur zwischen griechischer Poliswelt und hellenistischer Universalmonarchie. Auf breiter Quellenbasis - Arrian, Plutarch, Diodor, Curtius - verbindet Droysen erzählende Kraft mit analytischer Deutung: Schlachten, Hofpolitik und Städtegründungen erscheinen als Elemente eines umfassenden Kulturprozesses. Der Stil ist pathetisch, architektonisch und teleologisch; im Kontext des 19. Jahrhunderts begründet das Werk maßgeblich die moderne Alexander- und Hellenismusforschung. Droysen (1808-1884), klassischer Philologe, Historiker und politisch engagierter Liberaler, schrieb aus der Perspektive des deutschen Historismus. Seine Beschäftigung mit Antike, Staatsbildung und nationaler Einigung prägte den Blick auf Alexander als schöpferische Macht der Geschichte. Die Erfahrung politischer Zersplitterung in Deutschland, sein Interesse an Preußen und seine hermeneutische Methode ließen ihn in Alexanders Reichsbildung ein Problem von Ordnung, Führung und kultureller Synthese erkennen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die mehr suchen als eine Biographie des Eroberers. Es bietet ein bedeutendes Dokument historiographischer Kunst, dessen Urteile heute kritisch zu prüfen sind, dessen Fragestellungen aber fortwirken. Wer Alexander, den Hellenismus und die Entstehung moderner Geschichtsschreibung verstehen will, findet hier einen anspruchsvollen, geistig anregenden Klassiker.


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  • 9788027384808
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